Erneuter Warnstreik

450 Erzieher gingen für bessere Bezahlung auf die Straße

Lautstark: Zum Teil mit Trillerpfeifen machten die Demonstranten (vorne Davina Rudolph) auf ihre Forderungen aufmerksam.

Kassel Es wird weiter gestreikt. In Kassel sind rund 450 Erzieherinnen Sozialpädagogen und Sozialarbeiter auf die Straße gegangen, um für eine bessere Bezahlung zu demonstrieren.

Zahlreiche Kindertagesstätten und Horte blieben geschlossen. Mit diesem erneuten Warnstreik will die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di den Druck auf die Arbeitgeber im öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst erhöhen.

Ab 10 Uhr gab es vor dem Kasseler Rathaus eine Kundgebung. Anschließend bewegte sich der Demonstrationszug über Fünffensterstraße, Steinweg, Altmarkt, Weserstraße zum Holländischen Platz.

„Wir machen die wichtigste Arbeit in dieser Gesellschaft, denn wir arbeiten mit Menschen“, rief Ver.di-Sekretärin Gisela Horstmann in die Menge der Versammelten. Es sei nicht einzusehen, dass ein Ingenieur beispielsweise so viel mehr verdiene als Arbeitnehmer im erzieherischen Bereich.

Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber laut Gewerkschaft kein Angebot vorgelegt. „Wir müssen darauf reagieren“, so Horstmann. Aufgerufen zum Warnstreik waren die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst des öffentlichen Dienstes in Stadt und Landkreis Kassel, im Schwalm-Eder-Kreis und den Beschäftigten der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg und Vitos Haina. Ver.di fordert eine bessere Eingruppierungen und bessere Bezahlung. Je nach Beruf und Beschäftigung seien diese unterschiedlich. Im Schnitt gehe es um eine Steigerung von etwa zehn Prozent.

Streik in Kassel: Erzieher demonstrierten für bessere Bezahlung

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