Neue Wohnungen für Flüchtlinge

Kassel plant Unterkunft für Syrer im Forstfeld

Kassel. Die Stadt Kassel will in der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule am Forstbachweg noch in diesem Jahr 70 Flüchtlinge aus Syrien unterbringen. Das kündigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) in der jüngsten Bürgerversammlung im Stadtteil Forstfeld an.

Die alten Schulgebäude sollen nur vorübergehend als Asylbewerber-Unterkunft genutzt werden. Die Stadt will das Gelände für 700.000 Euro an das städtische Wohnungsbauunternehmen GWG verkaufen, dort sollen dann Wohnungen und Reihenhäuser gebaut werden.

Vor einigen Tagen gab das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bekannt, dass vier syrische Flüchtlinge in Kassel untergebracht werden sollten. Weitere fünf sollte der Landkreis Kassel aufnehmen.

Archiv-Video: Landung der Syrer in Calden

Die Stadtverwaltung hat derzeit Probleme, die steigende Zahl von Asylbewerbern unterzubringen. Derzeit leben 380 Flüchtlinge in Kassel.

175 Menschen aus Syrien landeten am 30. Oktober auf dem Flughafen Kassel-Calden. Sie flüchteten aus ihrem Heimatland, das vom Bürgerkrieg zerrüttet ist. Es war der erste Flug, mit dem Flüchtlinge nach Nordhessen gebracht wurden.

Alle Flüchtlinge, die in Calden ankommen, werden zunächst ins Grenzdurchgangslager Friedland (Landkreis Göttingen) gebracht. Dort werden sie nach einem Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. Hierbei spielen die Bevölkerungszahl der Länder sowie deren Steuereinnahmen eine Rolle (Königssteiner Schlüssel).

Das nächste Flugzeug mit Flüchtlingen aus Syrien wird nicht in Kassel-Calden landen. Das teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kürzlich mit. Die nächste Maschine, mit der im Rahmen der humanitären Aufnahme Personen nach Deutschland kommen, werde am 18. November in Hannover erwartet. (ach)

Archiv-Fotos: Ankunft der Syrer in Calden

Flüchtlinge aus Syrien in Calden angekommen

Rubriklistenbild: © Symbolbild: L. Koch

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