Bolzplatz erneuert

Nach zehn Jahren: Modernisierung der Steul-Siedlung in der Endphase

Umfangreichstes Einzelprojekt der GWG: Die Heinrich-Steul-Siedlung im Stadtteil Forstfeld wird seit zehn Jahren umfassend saniert.
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Umfangreichstes Einzelprojekt der GWG: Die Heinrich-Steul-Siedlung im Stadtteil Forstfeld wird seit zehn Jahren umfassend saniert.

Die seit zehn Jahren laufende Modernisierung der Wohngebäude in der Heinrich-Steul-Siedlung geht in die Endphase. Der Großteil der imposanten Hochhäuser mit insgesamt 420 Wohneinheiten ist mittlerweile saniert.

Kassel - Auch die Außenanlagen sind neugestaltet worden. Insgesamt hat die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) in die Anlage in Forstfeld, die oft als weißes Schloss bezeichnet wird, 37 Millionen Euro investiert. Abschließend wird auch der angrenzende Bolzplatz aufgewertet.

Die Aufenthaltsqualität für die Bewohner habe sich im Zuge der Umgestaltung deutlich verbessert, heißt es von der GWG. Neue Wege, Sitzmöglichkeiten und Spielbereiche sind in der Hochhaussiedlung entstanden. Obstbäume und -sträucher sind in Freiräumen gepflanzt worden, die zum einen als Nahrungsquelle für Insekten dienen, zum anderen können die Bewohner der Siedlung die Früchte essen. Für die Verbesserung der Sicherheit werden Wegeverbindungen jetzt zusätzlich beleuchtet, heißt es von der GWG. Moderne Unterflursysteme seien für eine zeitgemäße Müllentsorgung eingebaut worden.

Die derzeit laufende Sanierung des Bolzplatzes erfolgt innerhalb der Städtebauförderung für den Stadtteil Forstfeld (Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt). Das Spielfeld kann als Fußball- und Basketballplatz genutzt werden. Ein Spezialzaun, der die Spielfläche umfasst, soll Geräusche bestmöglich dämmen. Fertiggestellt sein soll der Platz zum Ende der Sommerferien. Neben dem Ballsportfeld werden drei Outdoorfitnessgeräte auf der angrenzenden Rasenfläche aufgestellt. An den Geräten wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Der umgebende alte Baumbestand wird erhalten, um für Beschattung sowie zusätzlichen Lärm- und Sichtschutz zu sorgen. In der Nähe des Bolzplatzes wurde dieses Jahr für Kleinkinder eine Spielkombination mit Kletterwand, Kletternetz und Rutsche aufgebaut. Insgesamt werden hier 235 000 Euro investiert. Ein Großteil der Summe wird mit Fördermitteln finanziert.

Bald fertig: der neugestaltete Bolzplatz mit Outdoorfitnessgeräten.

„Das zukunftsorientierte Gesamtkonzept hat insbesondere unter Nachhaltigkeitsaspekten heute die Grundlage für bezahlbaren Wohnraum von morgen geschaffen. Es ist ein gutes Beispiel für die Weiterentwicklung von Großsiedlungen der 1970er-Jahre. Die Modernisierung der Siedlung hat sich in jeder Hinsicht gelohnt“, so GWG-Chef Peter Ley.

Die Neugestaltung des Bolzplatzes und die Aufstellung von Spiel- und Trainingsgeräten sind im Kontext der Modernisierung in der Heinrich-Steul-Siedlung zu sehen, um die Anlage für alle Altersgruppen attraktiv zu gestalten. Diese Maßnahmen stehen nicht im Zusammenhang mit der geplanten städtebaulichen Entwicklung des Areals der Heinrich-Steul-Schule. Auf dem Gelände der früheren Förderschule, das in an die Steul-Siedlung angrenzt, soll in den kommenden Jahren eine neue Stadtteilmitte mit verschiedenen Angeboten entstehen. (Kathrin Meyer)

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