Haltestellen und Buslinie 25 fallen weg

Geplante KVG-Linienführung im Forstfeld: Das ändert sich

Forstfeld. Nach 25 Jahren stellt die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) die Weichen für die Reform ihres Straßenbahn- und Busliniennetzes. Das sind die Veränderungen für Forstfeld.

„Passendes Angebot“ lautet nach der Untersuchung das Gesamtergebnis der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) für Forstfeld.

Festgestellt wurden: 

• eine durchschnittliche ÖPNV-Nutzung

• ein ungünstiges Verhältnis zwischen Fahrgastzahl und Leistungsaufwand

• eine unterdurchschnittliche Leistungsmenge im Bezug zur Einwohnerzahl.

Probleme und pläne

Die KVG listet diese Probleme und Lösungsansätze auf: 

• Ziel der KVG ist die Akquirierung neuer Fahrgäste im Bereich Ochshäuser Straße (Haltestellen Stegerwaldstraße, Windhukstraße und Forstbachweg) sowie die Schaffung der fehlenden Verbindung zwischen Forstfeld und Stadtteilzentrum Leipziger Platz.

Geplant: Der Bus 11 verkehrt als neue Verbindung alle 20 Minuten, in Tagesrandzeiten ist der Einsatz als Anruf-Sammel-Taxi (AST) zwischen Waldau und Leipziger Platz vorgesehen.

mangelnde Kapazität

• Kapazitätsprobleme auf der Buslinie 37 in Richtung Innenstadt.

Geplant: Zusätzliches Angebot des Busses 11 alle 20 Minuten zwischen Forstbachweg und Leipziger Platz mit Anschluss zu den Tramlinien 4 und 8.

Auf der Streichliste 

• Bus 25 entfällt zwischen der Wohnstadt Waldau und Lindenberg aufgrund zu geringer Fahrgastzahlen im Bereich Lindenberg. Für die Verbindung zum Leipziger Platz sieht die KVG ein wesentlich höheres Fahrgastpotenzial.

Alternative: Bus 35 soll den Bereich am Lindenberg erschließen, den vorher der Bus 25 bedient hat. Außerhalb der heutigen Einsatzzeiten der Buslinie 35 verkehrt nach den KVG-Plänen ein neues Anruf-Sammel-Taxi auf der Linie 35 bis zur Haltestelle Steinbruchweg. Auf dem Schulweg zwischen Lindenberg und Gesamtschule Waldau sollen E-Wagen zu Schulbeginn und Schulende eingesetzt werden.

• Die Haltestellen Unter dem Steinbruch, Kalkbergweg und Lindenhöher Weg sollen entfallen.

Alternative: Im Einzugsbereich können laut KVG die Haltestellen Am Kupferhammer oder Steinbruchweg genutzt werden.

AST-Verkehr 

Nach KVG-Angaben kommen auf Kundenwunsch auf allen AST-Linien behindertengerechte Fahrzeuge zum Einsatz. Es gebe keinen AST-Zuschlag in der Stadt Kassel.

Service: Die „Kasseler Linien“ sollen im Juni 2017 starten. Anregungen sollen bis März 2016 eingearbeitet werden. Nähere Information und die Möglichkeit für Lob und Kritik: www.kasselerlinien.de

Das sagt der Ortsbeirat

Der Wegfall der Buslinie 25, die Ausdünnung der Haltestellen der Linie 35 und der Wegfall der Bushaltestellen Unter dem Steinbruch, Kalkbergweg, Lindenhöher Weg, Kupferhammerstraße und Forstbachweg löst bei den Forstfeldern Unverständnis aus, sagt Ortsvorsteherin Brigitte Ledderhose. Bewohner des älteren Lindenberg-Teiles, für die Anfang der 1970er-Jahre eine Busverbindung zum Einkaufszentrum am Forstbachweg erkämpft wurde, würden nun wieder isoliert. Vor allem der Wegfall der Haltestelle Kupferhammerstraße, die auch von Bewohnern der Seniorenwohnanlage Lindenberg genutzt werde, löse Betroffenheit aus.

Die Streichung der direkten Verbindung zu Fuldaaue und Südstadt, Wehlheiden und Vorderer Westen stelle eine schwerwiegende Einschränkung dar. Diese Ziele seien künftig nur noch mit Bus erreichbar. Dazu müssten Bewohner des Lindenbergs an der Haltestelle Ahornweg aus Bus 35 aussteigen und einen halben Kilometer zur Haltestelle Forstbachweg gehen.

Die Buslinie 11 zum Leipziger Platz in Bettenhausen stelle keine Alternative dar, so die Ortsvorsteherin. Viele Bewohner des Lindenbergs müssten künftig wesentlich längere Fußwege zu Haltestellen (Tram und Bus) zurücklegen. Die KVG solle prüfen, ob ein Stadtteilbus eine Alternative biete. Der Ortsbeirat befasst sich am 3. September mit der KVG-Reform. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Seniorenwohnanlage Lindenberg.

Änderungen in anderen Stadtteilen:

Oberzwehren 

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