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In Kassel-Forstfeld gibt es wieder eine Eisdiele – und ein neues Restaurant

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Von: Peter Dilling

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Erikoglus Tochter Nursen (von links), ihr Mann Burak Senturk, Aysen und Mehmet Erikoglu in ihrem Eiscafé im Kasseler Stadtteil Forstfeld.
Handgemachtes Eis für das Forstfeld: Erikoglus Tochter Nursen (von links), ihr Mann Burak Senturk, Aysen und Mehmet Erikoglu betreiben das Eiscafé als Familienunternehmen. Deniz Cim (rechts) hat sie eingerichtet und liefert das Eis aus seiner Manufaktur. © Peter Dilling

Im Kasseler Stadtteil Forstfeld gibt es nun eine neue Eisdiele sowie ein türkisches Restaurant. Lange war das Angebot dort deutlich geringer.

Forstfeld – Mal in gemütlicher Atmosphäre ein Eis schlecken oder lecker essen gehen. Da gab es im Stadtteil Forstfeld bis vor kurzem nicht gerade die große Auswahl. Zumal die einzige Eisdiele schon vor einer Weile dicht gemacht hat, ebenso ein Imbiss. Doch nun ist in die gastronomische „Wüste“ neues Leben eingekehrt. Es gibt wieder eine Eisdiele und mit dem „Rambos“ an der Ecke Forstbachweg/Eibenweg – im Gebäude des früheren Eiscafés – ein neues türkisches Restaurant, in dem man sich auch Speisen mitnehmen oder nach Hause bestellen kann.

Der türkische Unternehmer Deniz Cim hat an der Ochshäuser Straße 34 die früheren Räume einer IT-Beratung von Grund auf saniert und zu einer schmucken Eisdiele namens Sharell De l’Amour mit 90 Sitzplätzen ausgebaut, in der man köstliche Eiskreationen drinnen wie draußen genießen kann. Sharell De l’Amour, das bedeutet so viel wie Frucht der Liebe. Der 46-Jährige, der 2006 nach Deutschland gekommen, hier eine Familie gegründet hat und zunächst in der Modebranche arbeitete, bezeichnet sich selbst als „Eismacher“. Sein Handwerk habe er bei einem Eisdielenbetreiber in der Kasseler Hegelsbergstraße gelernt und schnell eigene Rezepte auch für nicht alltägliche Eissorten entwickelt. Den Betrieb in der Hegelsbergstraße gibt es schon längst nicht mehr. Aber Cim hatte schnell Erfolg in der Branche: Er hat zahlreiche Eisdielen in der Region, beispielsweise in Espenau, Bad Emstal und Fuldabrück, und in Nordrhein-Westfalen übernommen, deren Besitzer keine Lust mehr hatten oder keinen Nachfolger fanden, wie er sagt.

In Bad Emstal betreibt der Familienvater seine Eismanufaktur. Alle Kreationen sind handgemacht. „An die Maschinen lasse ich keinen anderen ran“, sagt, Cim. Die Qualität seiner Eiscreme habe sich herumgesprochen. „Ich habe sogar Anfragen aus Holland und Belgien“, berichtet er. In Forstfeld habe er schon lange nach einem Standort für eine weitere Eisdiele gesucht.

Die Ochshäuserstraße sei verkehrsgünstig gelegen. Viele Autofahrer und Radler aus Lohfelden und dem Nachbarstadtteil Waldau kämen hier vorbei. In der Eisdiele bedienen Cims Landsmann Mehmet Erikoglu und seine Familie freundlich ihre Gäste. Bei schönem Wetter sei die Eisdiele schon sehr gut besucht, von Gästen ganz unterschiedlicher Herkunft, berichtet Erikoglu, der in Kaufungen wohnt. Er hat das Eiscafé von Cim gepachtet. Die Einrichtung und Verpachtung seiner Eisdielen gehört zum Geschäftsmodell des Unternehmers.

Weiter expandieren will Cim vorerst nicht mehr. Die Preise für die Zutaten der Eisherstellung hätten sich teilweise verdreifacht, sagt er. Die wirtschaftliche Unsicherheit sei wegen des Ukraine-Kriegs groß. Eis drohe zum Luxusgut zu werden, meint er.

Service: Eiscafé Sharell De l’Amour, Ochshäuser Straße 34, Kassel, geöffnet täglich von 11.30 bis 21 Uhr.

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