30 Millionen Euro Investition

Sanierung der Heinrich-Steul-Siedlung in Kassel soll 2021 beendet werden

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Alt und neu: Links ist die alte Fassade mit sogenannten Faserzementplatten zu sehen. Diese werden abgerissen und durch eine 14 Zentimeter starke Wärmedämmung sowie einem neuen Putz ersetzt.

Seit 2013 wird die Heinrich-Steul-Siedlung, die wegen der weißen Hausfassaden den Spitznamen "Weißes Schloss" hat, saniert. 2021 sollen die Arbeiten beendet sein.

Fertiggestellt sind bereits der erste Bauabschnitt der Häuser 1 bis 11 sowie der zweite Bauabschnitt der Häuser 13 bis 25; nur die Neugestaltung der Außenanlage sowie die Renovierung der Treppenhäuser stehen für diesen Abschnitt noch an. Auch im dritten Bauabschnitt haben die Arbeiten, die Sanierung an Leitungen und Rohren mit Baderneuerung, begonnen. 30 Mio. Euro investiert die GWG in die insgesamt 421 Wohnungen. Das ist die größte Modernisierungsmaßnahme der letzten Jahrzehnte der GWG.

„Wir liegen absolut im Zeitplan“, sagt GWG-Chef Peter Ley. Drei Bauabschnitte mit einer Dauer von je drei Jahren seien von Anfang an geplant gewesen. 2021 soll die gesamte Sanierung abgeschlossen sein.

An der Fassade kann man noch einen Unterschied sehen: Die sogenannten Faserzementplatten sind einem Beistrich, also einer Putzart aus der Jahrhundertwende, gewichen. „Alles handgemacht“, sagt Ley. Man gehe davon aus, dass dieser Putz Schmutz, etwa unter den Fenstern, unterbindet.

Neu sind etwa auch die Eingänge zu den Häusern. „Das waren vorher Einstiegslöcher“, sagt Ley. Diese sind schmucken, barrierefreien Hauseingängen gewichen. Die Häuser haben nun auch einen zweiten Eingang. „Die Menschen nutzten zuvor den Kellereingang, weil sich die Einkaufsmöglichkeiten und Spielplätze auf der anderen Seite befinden.“ Weiterhin habe man an Kleinigkeiten wie einem Sichtschutz für die Balkone geachtet.

Alt und neu: Links ist die alte Fassade mit sogenannten Faserzementplatten zu sehen. Diese werden abgerissen und durch eine 14 Zentimeter starke Wärmedämmung sowie einem neuen Putz ersetzt.

Die durchschnittliche Miete beträgt laut Ley nach der Modernisierung 5,15 bis 6,18 Euro pro Quadratmeter. Durch die Erneuerung des Bades sei eine Mietanpassung von 36 bis knapp 43 Euro im Monat verbunden sowie eine Mieterhöhung von 83 bis 96 Cent pro Quadratmeter. Durch die Sanierung würden Mieter aber im Schnitt 55 Cent pro Quadratmeter einsparen, daher bleibe es bei einer effektiven Mehrbelastung von 28 bis 41 Cent pro Quadratmeter.

Die Reaktionen der Mieter seien unterschiedlich. Vor Beginn der Baumaßnahme führe man Einzelgespräche mit den Mietern, sagt Ley. Kunden erhalten entsprechende Mietminderungen. Kranke und pflegebedürftige Mieter werden vor Baubeginn auf Wunsch in geeignete Wohnungen späterer Bauabschnitte umgesetzt. Von Vorteil sei außerdem, dass bei Bedarf Nachbarschaftshelfer des Nachbarschaftsvereins Piano Mieter, etwa bei Einkäufen, unterstützen. Der Stadtteiltreff könne außerdem als Rückzugsort genutzt werden. Als Ansprechpartner stünde weiterhin auch der Bauleiter August Karpenstein zur Verfügung. Von der Planung, also seit 2011, bis zur Fertigstellung begleitet er die Sanierung und ist regelmäßig vor Ort.

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