Drei Parteien treten an

Wir stellen die Kandidaten, Listen und Themen bei der Ortsbeiratswahl in Forstfeld vor

Liegt nach dem Abriss brach: Das Gelände der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule. (Archivfoto)
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Liegt nach dem Abriss brach: Das Gelände der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule. (Archivfoto)

Bei den Kommunalwahlen am 14. März entscheiden die Wähler auch über die neue Zusammensetzung der Ortsbeiräte. Wir stellen Kandidaten und Themen in den 23 Kasseler Stadtteilen vor. Diesmal: Forstfeld.

Forstfeld – Wer durch Forstfeld fährt, der hat an manchen Ecken gar nicht mehr das Gefühl, in der großen Stadt zu sein. Fast schon ländlich wirken die Siedlungsgebiete auf dem Lindenberg und am Wahlebach. Im Kontrast dazu stehen die imposante Heinrich-Steul-Siedlung mit ihren Hochhäusern und die Reihenhäuser der Afrikasiedlung. In Forstfeld treten mit CDU, SPD und Grünen drei Parteien zur Ortsbeiratswahl an. Der Beirat hat im Stadtteil neun Sitze. Das sind die Themen der Parteien:

CDU

Pauline Ehrlich, die als Einzelkandidatin auf der Liste der CDU kandidiert, wollte sich nicht in der Zeitung zu Vorhaben und Wahlprogramm äußern. Im Flyer der CDU ist zu lesen, dass Ehrlich die Autobahnausfahrt Kassel-Ost erhalten möchte und ein Konzept fordert, um ein Verkehrschaos im Stadtteil zukünftig zu vermeiden.

Grüne

„Für uns ist es wichtig, die Bürger transparent und konstruktiv in die Entwicklung des Stadtteils einzubeziehen“, sagt der Grüne-Spitzenkandidat Hans-Peter Faber. Ziel müsse es sein, eine verbesserte Lebens- und Arbeitsqualität zu schaffen und das vielfältige Miteinander zu fördern, um so auch eine Identifikation zum persönlichen Lebensmittelpunkt zu stärken. Konkret wolle man die Verkehrssituation im Stadtteil, die Lebensqualität und die Grünanlagen im Blick haben. Die Grünen befürworten auch die Stärkung der Schule am Lindenberg. Sie fordern Chancengleichheit, unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Damit einher gehe auch die Förderung der Digitalisierung, damit keinem Kind die neuen Bildungsmöglichkeiten verwehrt blieben. Auch setze man sich für die Förderung der Jugendarbeit im Stadtteil, sowie die Gestaltung der Spielplätze ein.

SPD

„Für uns ist es wichtig, dass der Stadtteil wieder eine neue Mitte bekommt“, sagt SPD-Spitzenkandidat Sascha Gröling. Damit spricht er die Entwicklung des Geländes der Heinrich-Steul-Schule an. Bei der Entwicklung der Brache zum Wohngebiet sollten dort der Grünzug erhalten bleiben und Spielflächen vorgesehen sein, so Gröling. Auch sei es wünschenswert, wenn sich dort Gastronomie ansiedele, um das Angebot im Stadtteil zu verbessern. „Zugleich muss auch ein Verkehrskonzept zur Entschleunigung des Forstbachwegs entwickelt werden, weil der oft als Ausweichstrecke genutzt wird“, sagt Gröling. Dort müsse dann der Radverkehr entsprechend integriert und das Radwegenetz mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Söhrebahntrasse angebunden werden. (Kathrin Meyer)

Stadtteilplan von Forstfeld

Die Kandidaten

CDU-Spitzenkandidatin im Stadtteil Forstfeld ist Pauline Ehrlich. Die 64-Jährige arbeitet als Bürokauffrau. Ehrlich ist seit 2006 fast durchgängig Mitglied im Ortsbeirat. Auf Anfrage ließ Ehrlich über den Kreisverband mitteilen, dass sie nicht mit einem Bild in der Zeitung erscheinen möchte.

Hans-Peter Faber, Spitzenkandidat der Grünen in Forstfeld

Als Spitzenkandidat für die Grünen tritt Hans-Peter Faber (67) an. Faber hat bis zu seinem Renteneintritt als Sozialpädagoge gearbeitet. In Forstfeld wohnt der Vater dreier Kinder seit 1989. Am Stadtteil schätzt er besonders, dass es dort günstigen Wohnraum gibt, der zugleich naturnah und in Stadtnähe ist. Faber ist seit 2001 Mitglied im Ortsbeirat. 

Sascha Gröling, SPD-Spitzenkandidat in Forstfeld

SPD-Spitzenkandidat in Forstfeld ist Sascha Gröling (47). Gröling stammt aus dem Stadtteil und ist dort aufgewachsen. Bereits seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern haben in Forstfeld gewohnt. Nachdem Gröling einige Jahre zum Studium und beruflich in Südhessen gelebt hat, ist er seit 2004 zurück in seiner Heimat. Forstfeld zeichnet sich für ihn durch das viele Grün und den Siedlungscharakter aus, der für ihn ein Garant für nachbarschaftlichen Zusammenhalt ist. 

Die Listen

CDU (Liste 1)

  • Pauline Ehrlich, Bürokauffrau, Jahrgang 1956

Grüne (Liste 2)

  • Hans-Peter Faber, Rentner, Jahrgang 1953
  • Nico Hoche, Serviceleiter, Jahrgang 1977
  • Lars Reichert, Angestellter, Jahrgang 1980

SPD (Liste 3)

  • Sascha Gröling, Polizeibeamter, Jahrgang 1973
  • Sylvia Hildebrandt, Sozialpädagogin, Jahrgang 1979
  • Jürgen Vöckel, Pensionär, Jahrgang 1954
  • Sonja Poppenheger, Stellv. Pflegedienstleitung, Jahrgang 1979
  • Gerlinde Frey, Rentnerin, Jahrgang 1945
  • Esther Kalveram, Angestellte, Jahrgang 1966
  • Maryam Parwani, Kauffrau für Büromanagement, Jahrgang 1995
  • Brunhilde Theune, Lehrerin, Jahrgang 1955

Weitere Parteien treten in Forstfeld nicht an.

Forstfeld in Zahlen

  • Einwohner: 7214
  • Einwohner mit Migrationshintergrund: 46,4 %
  • Durchschnittsalter: 43,2 Jahre
  • Differenz der Zu- und Fortzüge: minus 95
  • Haushalte: 3510
  • Personen je Haushalt: 2,06
  • Alleinerziehende: 24,4 %
  • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 2537
  • Arbeitslosenquote: 8,5 %
  • Leistungsempfänger: 18,4 %
  • Private Autos je 1000 Einwohner: 395,6

Quelle: Statistik-Atlas der Stadt Kassel

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