Viel Grün kommt weg

Lärmschutzbauwerk an der A7 muss komplett erneuert werden

Muss erneuert werden: Der Lärmschutzwall, der im Stadtteil Forstfeld die Anwohner des Bereichs Heidenkopfstraße / Platanenweg vor dem Verkehrslärm der Autobahn 7 schützt. Dazu müssen Bäume und Büsche, die in 20 Jahren auf der Rückseite des 700 Meter langen Bauwerks gewachsen sind, zu einem beträchtlichen Teil entfernt werden. Foto: Fischer

Kassel. Das Lärmschutzbauwerk, das die Anwohner im Bereich der Heidenkopfstraße im Stadtteil Forstfeld vor dem Verkehrslärm auf der Autobahn 7 schützt, muss komplett erneuert werden.

Dazu muss auch ein beträchtlicher Teil des Grüns, das in 20 Jahren auf dem Lärmschutzwall gewachsen ist, entfernt werden. Danach müssen die Anwohner auf die um drei Meter erhöhte Lärmschutzwand blicken. Es wird einige Zeit dauern, bis die Wand wieder mit Büschen und Bäumen eingewachsen sein wird.

Eigentlich wollte das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil den Lärmschutz aus dem Jahr 1994 entlang der A 7 zwischen der Autobahn-Unterführung Ochshäuser Straße und der Autobahnbrücke Steinbruchweg/Lindenkopfweg nur um drei Meter mit einer zusätzlichen Lärmschutzwand aufstocken. Doch das ist nicht mehr zu machen, weil die 20 Jahre alte Konstruktion des 700 Meter langen und bis zu elf Meter hohen Bauwerks heute gar nicht mehr zulässig und der Beton stark von Streusalz angegriffen sei, erklärte Ralf Struif von Hessen Mobil im Ortsbeirat Forstfeld.

Die bisherige 1,20 Meter hohe Lärmschutzwand, die auf dem Wall aus mit Erde verfüllten Betongittersteinen steht, könne nicht erhöht werden. Zusätzliche drei Meter seien mit der alten Lärmschutzwand nicht erreichbar, sagte Struif.

Jetzt soll der Lärmschutz komplett zurückgebaut und von Grund auf erneuert werden. Dazu müssten der Wall drei Meter abgetragen und Büsche sowie Bäume teils komplett entfernt und teils stark zurückgeschnitten werden, um die Bauarbeiten zu ermöglichen.

„Das macht mir wirklich ein bisschen Angst“, bekannte Ortsvorsteherin Brigitte Ledderhose (SPD). Der stark bewachsene grüne Wall habe nicht nur Lärm, sondern auch Auspuffgase zurückgehalten. Die künftig drei Meter höhere Schutzwand werde für weniger Luftschadstoffe sorgen, entgegnete Struif.

Im Januar soll der Schutzwall gerodet werden, Mitte März würden die Bauarbeiten beginnen, kündigte Struif an. Bis Mai 2016 soll der neue Lärmschutzwall fertig sein, bis 2017 auch der Autobahnausbau in Fahrtrichtung Süden.

Von Jörg Steinbach

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