Schäden an der Tagesordnung

Lastwagen im Kasseler Stadtteil Forstfeld sorgen für Probleme

+
Keine Chance: Der Fahrer eines Sattelzuges versucht vor dem Haus der Förstners vergeblich, vom Eibenweg nach links auf die Heidenkopfstraße abzubiegen. 

Forstfeld. Wenn die Laster durch die schmalen Straßen im Wohngebiet zwischen Forstbachweg und der Autobahn 7 rollen, sind Schäden an der Tagesordnung. Zäune, Mauern, Laternen gehen kaputt, ebenso Gehwege, wenn die 40-Tonner darüber fahren.

Der Grund: Es ist viel zu eng für Sattelzüge oder Lastwagen mit Anhänger, deren Fahrer die aktuelle Sperrung des Forstbachweges umfahren wollen und dabei auf den Wohnstraßen in Schwierigkeiten geraten.

„Wir hatten hier auch schon Reisebusse“, sagt Mareike Förstner. Die junge Mutter des sechs Wochen alten Finn ist genervt von den Lastern, die sich vor ihrer Haustür am Eibenweg 28 um die enge Kurve zur Heidenkopfstraße quälen. Beim Versuch zu wenden, hat ein Fahrer den Grundstückszaun neulich erneut beschädigt, aber immerhin bei der Familie geklingelt und seine Versicherungsdaten hinterlassen. Einen kaputten Zaun gab es früher schon zwei Mal, aber da waren die Brummi-Piloten einfach weiterfahren und hatten die Hausbewohner mit dem Schaden sitzen lassen.

Zaun kaputt gefahren: René (von links) und Mareike Förstner mit Finn und Nachbar Ewald Witter sind genervt von den schweren Lastwagen, die auf dem schmalen Eibenweg (rechts) unterwegs sind und seit Jahren Schäden anrichten.

Mareike Förstner erklärt den Fahrern öfter auch in englischer Sprache, wie sie zur Spedition Rudolph am Forstbachweg kommen. Die Laster auf Abwegen wollen aber auch häufig die Staus auf der A 7 über den Forstbachweg umfahren.

Doch der ist wegen Kanalbauarbeiten seit Anfang April komplett gesperrt. Seither wird es immer schlimmer mit den Lastwagen im Wohngebiet. Neulich hat die junge Mutter die Rückwärtsfahrt eines Sattelzuges über 300 Meter ohne Einweiser per Handyvideo dokumentiert. Passiert war dabei Gott sei Dank nichts.

Anwohner parken ihre Autos längst nicht mehr auf der Straße. Jüngst wurde ein abgestellter Pkw zehn Meter von einem Laster beim Rangieren mitgeschleift. „Das hätte auch ein Kinderwagen sein können“, sagt René Förstner. „Von der Stadt kommt nach mehrmaligem Erläutern des Problems keine vernünftige Aussage und es wird auch nichts geändert“, macht er seinem Ärger Luft.

Nachbar Ewald Witter hat seinen Mit-Anwohnern schön öfter empfohlen: „Du solltest dein Auto wegfahren, sonst ist es platt“. Die Anwohner fordern, die Wohnstraßen endlich für schwere Lastwagen zu sperren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.