Unterkunft in Steul-Schule schließt

Leerstand in Flüchtlingsheimen: Fast 1000 Plätze in Kassel frei

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Ende März ist Schluss: Die Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule schließt. Das Gebäude wird voraussichtlich abgerissen. 

Kassel. Die Stadt Kassel schließt eine weitere Großunterkunft für Flüchtlinge: Ende März soll die Unterkunft in der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule im Forstfeld aufgelöst werden.

Das teilte Sozialdezernent Christian Geselle im Gespräch mit der HNA mit. Im vergangenen August war bereits ein Heim in Druseltal geschlossen worden.

Grund für die Schließung sind die niedrigen Flüchtlingszahlen und der damit einhergehende Leerstand in den Wohnheimen. In den städtischen Unterkünften sind derzeit 880 Plätze frei – das entspricht rund einem Drittel. Insgesamt hält die Stadt in sieben großen und 46 kleineren Wohnheimen 2690 Plätze vor.

Mit der Schließung der Unterkunft im Forstfeld, die vor drei Jahren in Betrieb gegangen war, werden 150 Plätze wegfallen. In dem ehemaligen Schulgebäude, das der Stadt Kassel gehört, sind derzeit noch 68 Asylbewerber untergebracht.

Der 60er-Jahre-Bau soll vermutlich abgerissen und das Gelände am Forstbachweg anderweitig genutzt werden. „Wohnen wäre eine Option“, sagte Geselle. Bereits 2013 hatte die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG Interesse an der Liegenschaft geäußert. Die Sporthalle werde bei einer Bebauung des Geländes in jedem Fall unberührt bleiben und weiter für Sportvereine zur Verfügung stehen, betonte Geselle.

Während die Stadt vor einem Jahr noch bis 80 neue Asylbewerber pro Woche aufnehmen musste, sind die Zahlen seit dem Sommer stark zurückgegangen. Zuletzt kamen rund zehn Personen pro Woche. Auch im Landkreis bewegen sich die Zahlen auf diesem Niveau. Dort gibt es ebenfalls wachsenden Leerstand in den Flüchtlingsunterkünften. Im Kreis sind über 100 Plätze frei.

Dennoch gehen auch jetzt noch einzelne neue Unterkünfte in Betrieb, so an der Sandershäuser Straße in Bettenhausen. Der Grund: Die Verträge wurden noch in der Hochphase der Flüchtlingskrise geschlossen.

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