Abitur 2015: Ein Blick in die Zeugnisse Kasseler Promis

Ein Blick in die Zeugnisse Kasseler Promis
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Der Anwalt: Die Fernsehkarriere ist nicht die einzige, die der Kasseler TV-Anwalt Christopher Posch gemacht hat. Der 39-jährige Jurist ist ein gefragter Strafverteidiger. Sein Abi hat er am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Melsungen gebaut – mit einem Schnitt von 2,1. Englisch und Gesellschaftlehre lagen ihn am meisten. Und welche Fächer nicht? „Die ganze Bandbreite der Naturwissenschaften.“
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Der F ußballer: Mit Note 3,0 legte Thorsten Bauer 1997 sein Abi an der Albert-Schweitzer-Schule ab. Bestes Fach: Sport. Bei der Fußball-Prüfung holte der Rekordtorschütze und Sympathieträger des KSV Hessen die Höchstzahl (15 Punkte). Sonst sei er Mittelmaß gewesen, auch in den Leistungskursen Englisch und Gemeinschaftskunde (GK). Schlechtestes Fach: Französisch. „Heute hätte ich sicher mehr fürs Abi getan“, sagt der 37-jährige Sozialversicherungsfachangestellte bei der Barmer.
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Der Oberbürgermeister: Bertram Hilgen war ein Musterschüler. Sein Abitur an der Winfriedschule in Fulda absolvierte er mit dem Notenschnitt 1,5. Seine schlechtesten und besten Leistungen lagen dicht beieinander: Im Fach Mathe, das Hilgen sehr leicht fiel, bekam er eine 1, in Latein, für Hilgen „hartes Brot“, gab’s eine 2. Möglicherweise habe auch die tägliche lange Anreise von seinem Heimatort Tann in der Rhön bis zu seiner Schule in Fulda seine Motivation beflügelt: „Wer jeden Tag 25 Kilometer mit Bus und Bimmelbahn durch die Rhön zur Schule fährt, weiß, wie hart das ist und macht sich doppelt krumm, damit der Start ins Leben gelingt. Die Jahre auf der Winfriedschule in Fulda waren deshalb eine Art Test fürs Leben und die Tatsache, dass ich ihn sehr gut bestand, ein gewaltiger Schub für die weitere Zeit.“
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Die Ministerin: Eva Kühne-Hörmann hat ihr Abitur 1981 mit einem Schnitt von 2,2 am Friedrichsgymnasium abgelegt. Sie hat das Graecum und das große Latinum bestanden. Altgriechisch und Gemeinschaftskunde waren die Leistungskurse der hessischen Justizministerin, zum Fach Chemie hatte sie wenig Zugang. „Der Unterricht in Altgriechisch war ein Vergnügen und an Aktualität nicht zu überbieten.“ Vom Umweltschutz im alten Griechenland bis zur Beschäftigung mit der Philosophie sei alles dabei gewesen.
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Die Schuldezernentin: Schuldezernentin Anne Janz hat ihr Abitur auf dem Gymnasium Wolfenbüttel in Niedersachsen gemacht. Schnitt: 3,0. Lieblingsfach: Gemeinschaftskunde. „Ich habe in der Schule mein Interesse an politischen und gesellschaftlichen Themen entdeckt. Meine Erfahrung ist, dass es im Leben viel wichtiger ist , die eigenen Interessen und Talente zu kennen, als Spitzennoten vorzuweisen.“
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Der Uni-Präsident: Uni-Präsident Rolf-Dieter Postlep hat sein Abi 1965 am Ratsgymnasium Wolfsburg gemacht. Eine Durchschnittsnote gab es damals nicht. Er hatte aber eins der besten Zeugnisse seiner Klasse: ein „sehr gut“ in Sport, in den restlichen Fächern zu gleichen Teilen „gut“ und „befriedigend“. Ein schlechtestes Fach gab es mithin nicht, sagt Postlep. „Für Mathe und Chemie musste ich mehr tun als für andere Fächer.“
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Der Bischof: Bischof Martin Hein hat sein Abitur 1972 am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt abgelegt. Sein Schnitt: 1,4. Ein bestes und schlechtestes Fach gab es nicht, es waren halt nur „sehr gut“ und „gut“, erzählt Hein. Seine Lieblingsfächer waren Latein, Gemeinschaftskunde und Musik. „Aus eigener Erfahrung, aber auch als Vater zweier Töchter, halte ich die Aussagekraft eines Abi-Zeugnisses für eher begrenzt. Die Schwerpunktsetzung im Studium oder in der Ausbildung ermöglicht es erst, die Interessen zur Geltung zu bringen.“
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Der Sparkassen-Boss: Beruhigend: Der Chef des größten Kreditinstituts in Nordhessen konnte schon immer gut rechnen. In Mathe und Physik, sagt der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Sparkasse, Ingo Buchholz, sei er immer sehr gut gewesen, was man von den Fremdsprachen nicht sagen könne. 1984 legte der Banker in Celle das Abitur ab. Notenschnitt: 2,7.
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Der Intendant: Thomas Bockelmann, Intendant des Kasseler Staatstheaters, hat sein Abitur mit der Durchschnittsnote 2,3 auf der Odenwaldschule gemacht. Sein bestes Fach war Deutsch (1), sein schlechtestes Mathe (4). Noten seien aber nicht alles. „Viel wichtiger ist es, rauszufinden und zu spüren, was einen wirklich interessiert. Und da dann dranzubleiben, selbst wenn es wehtut. “

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