Der Fragebogen

Grimmwelt-Leiterin Susanne Völker: Mit David Bowie zum Mars

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Grimmwelt-Leiterin Susanne Völker

Susanne Völker hat die Kasseler Grimmwelt zum Publikumsmagneten gemacht. Im Fragebogen beweist die Geschäftsführerin des Ausstellungshauses, dass sie sich auch in Literatur und Pop auskennt.

Susanne Völker muss sich jeden Tag vorkommen wie im Märchen. Die 37-Jährige ist Geschäftsführerin der Kasseler Grimmwelt. Seit September 2015 lockt das Ausstellungshaus rund um die Märchensammler Menschen aus aller Welt auf den Weinberg. Völkers Grimmwelt unterhält Familien (etwa in der aktuellen Sonderaustellung "Der 8. Zwerg") und ist mit den Handexemplaren der Grimms auch eine wichtige Anlaufstelle für Forscher. Die Lieblingsmärchen der gebürtigen Dresdnerin sind übrigens Geschichten, deren Helden mit Mut und Cleverness ungewöhnliche Lösungswege finden, wie das tapfere Schneiderlein und Aschenbrödel. Im Fragebogen erklärt Völker, dass sie in ihrem Job irgendwie Forscherin, Journalistin, Tänzerin und Schriftstellerin in einem ist. Klingt wie ein Märchen.

Wie sieht der perfekte Sonntagmorgen für Sie aus?
Vor allem hektikfrei: vielleicht ausschlafen, vielleicht Sport, vielleicht Pfannkuchen, aber vor allem ohne Hektik.

Welches ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Da gibt es viele, aber eine Runde zum Herkules oder auf den Dörnberg ist wunderbar, um Gedanken zu ordnen und den Kopf frei zu bekommen.

Was würden Sie als erstes ändern, wenn Sie Königin von Deutschland wären?
Erst einmal schauen, ob die Gesetze der Physik noch gelten und dann versuchen, ganz schnell aus diesem Traum aufzuwachen. 

Was wollten Sie als Kind werden?
Forscherin, Journalistin, Tänzerin, Schriftstellerin…

Warum hat es nicht geklappt?
So viele Berufe wären ziemlich anstrengend geworden. Nein, ernsthaft, Pläne konkretisieren sich zum Glück und ich habe heute etwas von all dem in meinem Arbeitsalltag.

Was ist für Sie die größte Erfindung der Menschheit?
Ethikkonzepte für friedliche Gemeinschaft und faires Zusammenleben; Kunst, Literatur, Musik; das Rad war sicherlich auch kein Fehler.

Wenn Sie eine Woche auf Ihr Handy verzichten müssten: Was würden Sie vermissen?
Eine Woche lang käme ich sicherlich gut ohne das Handy aus und danach hätte man sich vielleicht sogar schon wieder daran gewöhnt, nicht immer und überall erreichbar zu sein.

Was braucht man zum vollkommenen Glück?
Vielleicht vor allem die Bereitschaft, das Glück als solches zu erkennen.

Vor was haben Sie Angst?
Selbstgefälligkeit, Hass

Welche TV-Serie hat Sie zuletzt süchtig gemacht?
Da muss ich passen. Ich bin bestenfalls „Episodenspringer“.

Gibt es Gott wirklich?
Wer weiß das schon so genau, aber Liebe ist überall göttlich.

Woran merkt man, dass man jemanden liebt?
Vertrauen, Sehnsucht, Verständnis. Man merkt es einfach.

Was ist Ihre Lieblingstugend?
Klugheit mit Liebe, Mut mit Humor, Hoffnung mit Gerechtigkeit

Welche Eigenschaft bringt Sie auf die Palme?
Ignoranz und manchmal Ungeduld – auch meine eigene.

Sie nehmen an einer Expedition zum Mars teil: Welche drei Bücher nehmen Sie mit?
„Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow, „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt, „Schnelles und langsames Denken“ von Daniel Kahneman. Und dann noch drei.

Und welche drei Musikalben?
Ich möchte dort nicht unvorbereitet erscheinen: „Hunky Dory“ (mit „Life on Mars?“) von David Bowie, „Elements“ von Ludovico Einaudi und „First Impressions of Earth“ von The Strokes.

Wie möchten Sie gern sterben?
Friedlich.

Falls Sie wiedergeboren werden: Welches Tier wären Sie gern?
Schwierig. Im Falle einer Wiedergeburt wäre ich gerne ein Tier, das von Menschen weder gezüchtet noch gejagt wird und am besten auch sonst nicht allzu viele Fressfeinde hat.

ZUR PERSON: SUSANNE VÖLKER

Geboren:

in Dresden

Ausbildung:

Studium Kunstgeschichte, Philosophie, Jura und Museumsmanagement in Hamburg und Wien

Beruf:

Grimmwelt-Geschäftsführerin. Zuvor leitete Völker die städtischen Museen in Calw bei Stuttgart.

Privates:

Lebt in Kassel

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