SPD und Grüne haben einen Sitz mehr im Ortsbeirat Wesertor – Gremium gibt 2300 Euro für vier neue Bänke

Franz weiter Ortsvorsteher

Der neue Ortsbeirat Wesertor: Ali Kaban (47 Jahre, von links), Marianne Pförtner (65), Ingeborg Jordan (60, alle SPD), Gerhard Liese (73, parteilos), Ortsvorsteher Gerhard Franz (64, SPD), stellvertretender Ortsvorsteher Armin Schreier (50), Annli Lattrich (57), Dennis Ofosu (28, alle Grüne) und Christian Klobuczynski (44, CDU). Foto: Michaelis

Wesertor. „Wir sind der etwas andere Ortsbeirat“, klärte Gerhard Franz die beiden neuen Mitglieder des Gremiums im Wesertor bei der konstituierenden Sitzung auf. Wie besonders es in dem Ortsbeirat zugeht, merkten Ali Kaban (SPD) und Dennis Ofosu (Grüne) gleich zu Beginn. Bei Franz’ Wiederwahl zum Ortsvorsteher hoben alle Mitglieder die Hand, nur der Kandidat selbst zögerte. Daraufhin sprachen ihn Ingeborg Jordan (SPD) und Armin Schreier (Grüne) bestimmt an, er selbst solle auch für sich abstimmen. Davon ließ Franz sich dann doch überzeugen.

So wurde der 64-Jährige einstimmig wiedergewählt. Ein Stück weit sei er darüber gerührt, sagte Franz danach, als er sich für das Vertrauen seiner acht Ortsbeiratskollegen bedankte. Dass die SPD seit der Wahl die absolute Mehrheit im Wesertor hat, „macht mich nicht hochmütig“, sagte Franz. „Ich möchte für alle da sein.“ Franz hatte mit Abstand die meisten Stimmen (1400) bei der Kommunalwahl bekommen. Ebenso einstimmig wurde Armin Schreier (Grüne) zum stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt.

Die Grünen kommen künftig auf zwei statt bisher drei Sitze im Ortsbeirat. Neu dabei ist Dennis Ofosu, der mit 28 Jahren zugleich jüngstes Mitglied des Gremiums ist. Wie auch in andereren Kasseler Stadtteilen ist ihr Stimmenanteil bei der Kommunalwahl deutlich gestiegen. 2006 bekamen die Grünen noch 20,4 Prozent, nun waren es 35 Prozent.

Genau wie die SPD (plus 7,7 Prozent) haben die Grünen (plus 14,6 Prozent) bei der Kommunalwahl von der Schwäche der CDU profitiert. Das lag allerdings weniger an Christian Klobuczynski, dem einzigen christdemokratischen Mitglied im Ortsbeirat. Aus Mangel an Mitgliedern und Kandidaten war Klobuczynski der einzige Kandidat auf der CDU-Liste bei den Wahlen zum Ortsbeirat. Auch deshalb hat er wohl nach Ortsvorsteher Gerhard Franz die meisten Stimmen (979) als Einzelperson bekommen.

Geld für Stadtteil-Projekte

Nach den Wahlen fasste der Ortsbeirat ebenfalls zwei weitere Beschlüsse. 300 Euro aus seinen Dispositionsmitteln gab das Gremium an den Förderverein der Carl-Schomburg-Schule. Mit dem Geld soll das Projekt 100 Jahre Ysenburgstraße gefördert werden. Dabei hatten Schüler eine historische Ausstellung erarbeitet.

Mit weiteren 2300 Euro aus seinen Dispositionsmitteln finanziert der Ortsbeirat vier Bänke, die auf der Rampe hinter dem Finanzzentrum am Fuldaufer aufgestellt werden sollen. Der Vorschlag war an das Umwelt- und Gartenamt herangetragen worden.

Von Claas Michaelis

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