Noch mehr Forschung in Kassel

Millioneninvestition: Fraunhofer-Institut soll hinter Hauptbahnhof bauen

Kassel. Auf der Nordseite des Hauptbahnhofs soll bis 2018 ein neues Fraunhofer-Institut gebaut werden. Dort, wo momentan documenta-Besucher die Kunstwerke in den alten Zoll- und Lagerhallen anschauen, soll für 100 Millionen Euro ein Forschungszentrum entstehen, in dem 500 Menschen arbeiten werden.

Noch ist der Neubau nicht endgültig beschlossen, aber es gibt eine Absichtserklärung der Fraunhofer-Zentrale in München, die auch Prof. Jürgen Schmid, Leiter des Kasseler Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (Iwes), unterzeichnet hat. Land Hessen und Bund haben angekündigt, je 30 Millionen Euro in die erste Bauphase zu investieren. Im Entwurf des Landeshaushalts für 2013 sind 1,2 Millionen Euro für die Planung des Neubaus eingestellt, für 2014 drei Millionen. Die Gesamtsumme von 100 Millionen Euro hatte Prof. Schmid der FAZ genannt.

Die Stadtverwaltung verhandelt seit Monaten mit der Deutschen Bahn über den Kauf des Geländes. 60.000 Quadratmeter will die Stadt kaufen, Fraunhofer benötigt die Hälfte davon. Das Areal muss wahrscheinlich saniert werden, da dort Altlasten aus mehreren Jahrzehnten Bahnbetrieb vermutet werden. Außerdem müssen Stützmauern zu den umliegenden Straßen repariert und das Gelände muss mit Versorgungsleitungen erschlossen werden. Fraunhofer wird von der Stadt ein baufertiges Gelände kaufen. Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) sagt: „Eine Expansion von Fraunhofer ist eine großartige Chance für die Stadt. Wir setzen alles daran, dass die Pläne realisiert werden können.“

Fraunhofer ist eine der führenden Forschungsorganisationen in Europa. Der Bau in Kassel wäre eine der größten Investitionen in den kommenden Jahren. Am Iwes in Kassel erforschen momentan 360 Mitarbeiter, wie erneuerbare Energiequellen genutzt und miteinander vernetzt werden können. (hai)

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