Freibad Harleshausen: Pläne für Neubau vorgestellt

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So könnt es werden: Die Variante 2 sieht ein getrenntes Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken für Harleshausen vor.

Kassel/Harleshausen. Durch das Gewitter und die Regenschauer am Samstagnachmittag ließen sich die Mitglieder des Fördervereins des Freibads Harleshausen die gute Laune beim Sommerfest nicht verderben. Schließlich wurden Pläne für den Neubau vorgestellt.

Wegen des Gewitters musste das Schwimmbecken zwar kurzzeitig gesperrt werden, die Zeit nutzte Anita Mahrt, Vorsitzende des Fördervereins, aber auch, um die Gäste über die neuen Pläne für das Schwimmbad zu informieren.

Es geht um die sogenannte Variante 2, die vorsieht, dass es künftig kein 50-Meter-Becken mehr auf dem Areal an der Wolfhager Straße gibt, sondern zwei kleinere: Ein 25-Meter-Becken für die Schwimmer und ein Becken für Nichtschwimmer, das zum Spielen, Toben, aber auch zum Plaudern gedacht ist. Zudem ist ein Planschbecken vorgesehen.

Die Gesamtwasserfläche würde dann insgesamt 787 Quadratmeter betragen. Die Pläne stammen von den Städtischen Werken, die Mitglieder des Fördervereins haben ihnen bereits zugestimmt.

Nach Angaben von Jens Herbst, Bäderchef der Städtischen Werke, würde dieser Neubau 4,03 Mio. Euro kosten. Anita Mahrt ist allerdings klar, dass dieser Neubau aufgrund der städtischen Haushaltslage wohl nur realisiert werden kann, wenn im Gegenzug das Freibad in Bad Wilhelmshöhe geschlossen wird.

Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD) hatte bereits vor Monaten vorgeschlagen, dass mit dem Erlös aus dem Wilhelmshöher Grundstücksverkaufder Neubau in Harleshausen realisiert werden könnte.

Dagegen gibt es allerdings massiven Protest aus Bad Wilhelmshöhe. „Die Politik muss sich jetzt für ein Bad entscheiden“, sagt Christdemokratin Mahrt. Sie weiß aber auch, dass vor den Wahlen am 22. September solch eine Entscheidung wohl nicht mehr fallen wird.

Sie gibt gleichzeitig ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Entscheidung für den Neubau in Harleshausen fallen wird. „Unser Engagement im Förderverein seit 1995 muss belohnt werden“, sagt die Vorsitzende. Mittlerweile habe der Förderverein 680 Mitglieder.

40.000 Euro habe man bereits für eine Rutsche gesammelt, die in dem neuen Bad zu einer Attraktion werden soll. „Die übrigen 40.000 Euro kriegen wir auch noch zusammen“, sagt Vereinsmitglied Felizitas Fertig.

Viele Menschen würden erst dann spenden, wenn eine Entscheidung für den Neubau getroffen worden sei. Natürlich wäre es schöner, wenn man ein 50-Meter-Becken behalten könnte, sagt Fertig. „Aber lieber 25 Meter als nichts.“ „Da muss man realistisch bleiben“, sagt Vereinsmitglied Ute Volz. Bis zum Nachmittag, bevor das Gewitter den Badespaß unterbrach, hatten 750 Gäste das Freibad besucht.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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