Hessentagsprojekt: Umbau soll im Herbst starten

Freie Bahn für Auedamm-Radweg

Kassel. Bis zum Hessentag im Juni 2013 soll der Radweg am Auedamm von der Orangerie bis zum Rondell umgestaltet werden. Gerhard Späth und Anne Umbach (Straßenverkehrs- und Tiefbauamt) stellten das Projekt jetzt dem Ortsbeirat Südstadt vor.

Am Hiroshima-Ufer zwischen Orangerie und Drahtbrücke ist ein separater, jeweils 2,50 Meter breiter Rad- und Gehweg geplant. Derzeit müssen die Radfahrer dort die äußerst schmale Fahrbahn, die nur knapp fünf Meter breit ist, benutzen. Eine Verbreiterung der Straße ist wegen des Bestandsschutzes der Kastanienallee laut Späth, nicht möglich. Der Gehweg, der östlich der Fahrbahn liegt, werde daher bereits sehr häufig von Radfahrern genutzt. Weil das Areal ein Überschwemmungsgebiet der Fulda ist, sollen der Geh- und der etwas höher gelegene Radweg durch einen 1,50 Meter breiten Grünstreifen getrennt werden. Befestigt wird der Radweg mit Bitumen, der Gehweg mit Betonplatten.

Weiter ist geplant, den gemeinsamen Geh- und Radweg von der Drahtbrücke bis zum Rondell auf 2,50 Meter zu verbreitern und ebenfalls zu befestigen, sodass er ganzjährig gut befahrbar ist. Die Verbreiterung schließt auch die „Brücke Auslauf kleine Fulda“ sowie den Steg am Rondell ein. Da die Umgestaltung als Hessentagsprojekt ausgewiesen ist, gibt es vom Land Hessen einen Zuschuss von 80 Prozent. Die Kosten schätzt Späth auf etwa 800 000 Euro. Der Umbau soll noch im Herbst beginnen und bis Mai 2013 abgeschlossen sein.

Ortsvorsteher Harald Doenst (SPD) und sein Stellvertreter Roland Schäfer (Grüne) bekräftigten in diesem Zusammenhang noch einmal die Forderung des Ortsbeirats, den Auedamm aufgrund der hohen Verkehrsbelastung generell als Fahrradstraße auszuweisen. Nach einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2009 befahren den Auedamm etwa 6800 Fahrzeuge in 24 Stunden. Der Ortsbeirat stimmte dem Projekt mit der Enthaltung Schäfers und der Auflage zu, dass es keinen Einfluss auf die weitere Gestaltung des Auedamms haben dürfe. Umbach und Späth betonten, dass es aktuell für den Abschnitt des Auedamms von der Orangerie bis zur Damaschkebrücke keine Planungen gebe. Der für diesen Bereich diskutierte Gegenrichtungsradweg sei „vom Tisch“. Stattdessen gebe es jedoch Überlegungen, dort einen gemischten Geh- und Radweg ohne Nutzungszwang für Radfahrer anzulegen. Das lehnte der Ortsbeirat bereits im Ansatz ab und sprach sich geschlossen gegen eine Vermischung von Fuß- und Radverkehr aus, weil er dadurch eine zu hohe Unfallgefahr befürchtet. (pmk)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.