Im Freien schmeckt’s am besten

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Prost: Bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen zieht es die Bundesbürger magisch in einen der unzähligen Biergärten.

Der 1. Mai, Christi Himmelfahrt und Pfingsten – die bevorstehenden Feiertage nutzen viele Menschen, um abzuschalten und gesellige Stunden bei Ausflügen zu genießen. Auch unter der Woche zieht es an lauen Sommerabenden die Deutschen magisch in den Biergarten.verdreifacht haben.“

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„Das entsprechende Angebot ist mittlerweile sehr groß“, erklärt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer einer großen Brauerei. „Die Anzahl der Biergärten dürfte sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht haben.“

Wohlfühlen im Biergarten

Nicht nur in den klassischen Biergärten auf dem Land ergaben sich die erfreulichen Zuwächse, auch in den Städten stieg die Zahl der Gastronomieobjekte mit Außenbestuhlung deutlich an. „Im Norden Deutschlands lässt es die Wetterlage durchschnittlich an etwa 60 Tagen zu, das Angebot im Freien zu nutzen, im Süden kann man sogar mit 80 Tagen rechnen“, erläutert Dr. Volker Kuhl.

„Viele Wirte bauen zudem eine Zapfanlage oder eine Theke im Außenbereich auf, auch ein Grill oder eine Salatbar können Anziehungspunkte im Biergarten sein.“

Dr. Volker Kuhl

Aber warum schmeckt das Bier unter blauem Himmel besser als drinnen? Im Biergarten werden alle Sinne angesprochen, deshalb trägt dieses Freiluftvergnügen spürbar zum Wohlfühlen in der warmen Jahreszeit bei. Mit der stärkeren Sonneneinstrahlung werden die Lebensgeister geweckt, der menschliche Körper befindet sich sozusagen in Aufbruchstimmung. Wissenschaftlich betrachtet, wird mit der vermehrten Sonneneinstrahlung im Gehirn der Botenstoff Serotonin produziert, oft als Glückshormon bezeichnet.

„Dieses sorgt für Antrieb, Stimmung und Impulsivität – und das schlägt sich auch im Geschmackserlebnis im Biergarten nieder“, sagt Dr. Volker Kuhl.

Gestiegene Ansprüche

An das Ambiente eines Biergartens stellen Gäste heute steigende Ansprüche. Markisen oder Sonnenschirme etwa sollten vor zu heißer Sonnenbestrahlung schützen. Die Tische und Stühle müssen zudem wetterfest sein, denn sie sollen Wind, Regen und Sonnenschein standhalten. Am Abend freuen sich die Biergartenbesucher über zusätzliche Stehtische – sie sorgen auf Anhieb für eine zwanglose Kommunikation. Wenn die Freifläche begrünt und dekoriert ist, ist zudem schnell eine wohltuende Atmosphäre geschaffen. Ein Brunnen mit plätscherndem Wasser kann ein besonderer Hingucker sein.

„Viele Wirte bauen zudem eine Zapfanlage oder eine Theke im Außenbereich auf, auch ein Grill oder eine Salatbar können Anziehungspunkte im Biergarten sein“, sagt Dr. Kuhl.

So fing alles an: Bayerische Ursprünge

Der Ursprung der deutschen Biergartenkultur reicht weit zurück. Im Jahr 1539 legte die bayerische Brauordnung fest, dass nur zwischen Ende September und Ende April gebraut werden dürfte. Kein Bier im Sommer – das war schon damals unvorstellbar. Die Brauer legten deshalb Bierkeller an, um das im März und April gebraute Bier den Sommer über in kühler Umgebung lagern zu können. Zum Schutz vor der Sonne pflanzte man schattenspendende Kastanien- oder Lindenbäume an. Irgendwann wurde das ausgeschenkte Bier dann sofort unter den Bäumen getrunken – und der Biergarten war geboren. (djd/pt)

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