Freies Parken für geteilte Autos

Stadt Kassel hat Stellplätze für Carsharing-Anbieter an der Goethestraße eingerichtet

Parkplätze für Carsharing-Nutzer: Stadtrat Christof Nolda (von links), Natalie Bauer (Stattauto Kassel), Simon Bretthauer (Scouter) und Theresa Maiwald, Mobilitätsplanerin im Straßenverkehrsamt, stellten es vor.
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Parkplätze für Carsharing-Nutzer: Stadtrat Christof Nolda (von links), Natalie Bauer (Stattauto Kassel), Simon Bretthauer (Scouter) und Theresa Maiwald, Mobilitätsplanerin im Straßenverkehrsamt, stellten es vor.

Stadt Kassel hat zwölf Stellplätze für Carsharing-Anbieter an der Goethestraße eingerichtet.

Carsharing-Geschäftsmodelle, bei denen sich viele Kunden ein Auto teilen, können einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Entlastung der Innenstädte vom Autoverkehr leisten. Das scheint im Trend zu liegen.

Man verzeichne ein „gesundes Wachstum“, sagt Simon Bretthauer von Scouter Carsharing. Die bundesweit tätige Firma hat inzwischen nach seinen Angaben 2000 Kunden in Kassel gewonnen. Auch der Anbieter Stattauto, seit 30 Jahren in Kassel am Markt, ist gut im Geschäft. Mit beiden Unternehmen hat die Stadt einen Vertrag für eine Carsharing-Station an der Goethestraße geschlossen. „Stattauto“ erhält sechs Parkplätze am Goethestern, Scouter ebenso viele am Huttenplatz, jeweils zwei bieten Platz für Transporter, vier weitere für normale Pkw.

Die Stellplätze stehen ausschließlich Kunden der beiden Carsharing-Unternehmen zur Verfügung. Das löst ein Problem, das beim Teilen von Autos auftritt: In dicht besiedelten Stadtquartieren mit hohem Parkdruck, haben auch Carsharing-Kunden oft Probleme, einen Stellplatz in der Nähe des vereinbarten Standorts zu übernehmen, an dem der nächste das Auto übernehmen soll. Die Möglichkeit für Kommunen, für Carsharing-Anbieter feste Parkplätze zur Verfügung zu stellen, sei erst vergangenes Jahr vom Bundesgesetzgeber gesetzlich eingeräumt worden, sagte Kassels Umwelt- und Verkehrsdezernent Christof Nolda (Grüne) bei der Vorstellung der Parkplätze „Ein Carsharing- Auto kann mindestens zehn Privat-Pkw ersetzen“, meinte er. Carsharing-Parkplätze könnten zu einer Verhaltensänderung von Menschen beitragen und sie animieren, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Bei der Planung von Neubaugebieten könne man Carsharing gleich mit einplanen.

Scouter hat zuletzt in Kirchditmold und im Martini-Quartier Standorte eröffnet. Damit habe man gute Erfahrungen gemacht, sagt Bretthauer. Auf dem Wunschzettel hat er den Stadtteil Bad Wilhelmshöhe. Dort könne man zusätzliche Parkplätze gebrauchen.

Von Peter Dilling

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