Unterstützer fordern Freiheit für Ai Weiwei

Wandzeitung: Jana Ißleib (von links), Roland Goldack und Zaki Al-Maboren vom Soziokulturzentrum Werkstatt Kassel stempelten die Unterschriften mit der Forderung nach einer Freilassung Ai Weiweis ab, bevor sie versiegelt wurden. Foto:  Dilling

Kassel. Ai Weiwei genießt viele Sympathien in Kassel. Während der vom Soziokulturzentrum Werkstatt Kassel organisierten Unterschriftenaktion haben sich 600 Unterstützer auf einer Wandzeitung für seine Freilassung eingetragen.

Der chinesische Künstler wird seit sechs Wochen an unbekanntem Ort von Sicherheitsbehörden festgehalten.

Am Dienstag unterzeichnete Oberbürgermeister Bertram Hilgen als letzter den Aufruf zur Freilassung des chinesischen Künstlers. Er kündigte an, er werde die Unterschriften dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle mit der Bitte zusenden, diese an die zuständigen chinesischen Stellen weiterzuleiten.

Ai, der sich kritisch mit dem Regime in seiner Heimat auseinandersetzt, ist seit der documenta 12 für die Kasseler ein Begriff. Seine später eingestürzte Skulptur „Template“ sorgte für Aufsehen. Er ist auch Träger der Kasseler Auszeichnung „Glas der Vernunft“.

Die Werkstatt-Künstler überreichten Hilgen die Unterschriften in einer versiegelten Rolle. Ai sei mit Kassel eng verbunden, meinte der Oberbürgermeister. Der Künstler habe zugesagt, für das neue Grimm-Museum einen Beitrag zu leisten. (pdi)

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