Hessischer Integrationspreis 

Für ein friedliches  Miteinander in Kassel

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Vertreter von Religionsgemeinschaften beim Empfang im Rathaus: Mahmut Eryilmaz, Peter Bender, Kamil Saygin, Hans Schneider, Esther Haß (vorne), Carsten Höhe, Ilona Friedr ich, Prof. Klaus Geiger und Vera Mennemeier. 

Der Kasseler Runde Tisch der Religionen wurde mit dem hessischen Integrationspreis ausgezeichnet. 

Kassel – Der Kasseler "Runde Tisch der Religionen" ist mit dem zweiten Platz beim hessischen Integrationspreis ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Ilona Friedrich empfing die Teilnehmer jetzt im Rathaus. 

 „In Zeiten von Populismus, Gewalt, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ist Ihre Arbeit wichtiger denn je“, sagte Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Ilona Friedrich an die Vertreter der Religionsgemeinschaften gerichtet. Sie hielt mit ihrer Wertschätzung für die Arbeit des „Runden Tisches der Religionen“ nicht hinterm Berg: Die vom städtischen Integrationsbeauftragten organisierte und moderierte Runde fördere den Austausch und die Begegnung. Dadurch übernehmen die Religionsgemeinschaften Mitverantwortung „für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt“. 

„Der Hass, der uns spaltet, geht uns alle etwas an“

Friedrich gratulierte den Vertretern des Runden Tisches im Namen der Stadt für eine besondere Auszeichnung, die die Kasseler am Tag zuvor in Wiesbaden entgegengenommen hatten: den hessischen Integrationspreis.

Ausgelobt hatte ihn das Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Die Kasseler sind gemeinsam mit vier weiteren Gremien aus anderen Kommunen auf den zweiten Platz gekommen. Der erste Preis ging an „Meschugge – Der Hass, der uns spaltet, geht uns alle etwas an“ vom Deutschen Roten Kreuz in Offenbach.

Vertreter von Religionsgemeinschaften beim Empfang im Rathaus: Mahmut Eryilmaz, Peter Bender, Kamil Saygin, Hans Schneider, Esther Haß (vorne), Carsten Höhe, Ilona Friedrich, Prof. Klaus Geiger und Vera Mennemeier. Foto: christina hein

Die Landesregierung verleiht den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis an hervorragende Initiativen, die sich für die Zusammengehörigkeit aller in Hessen lebenden Menschen stark machen. Die Kasseler erhielten 1500 Euro.

Einladung zum Gespräch 

Anlässlich der Preisvergabe hatte Friedrich jetzt die Mitglieder des Runden Tisches zum Gespräch eingeladen. Gekommen waren Esther Haß (Jüdische Gemeinde), Vera Mennemeier (Bahai Kassel), Prof. Klaus Geiger (ev. Friedenskirche), Mahmut Eryilmaz (Muslime im Rat der Religionen, Mevlana-Moschee), Peter Bender („Religions für Peace“, kath. Kirche), Hans Schneider (Baptisten, Kirche im Hof), Kamil Saygin, Vorsitzender des Ausländerbeirats sowie Carsten Höhre Integrationsbeauftragter der Stadt und Koordinator des „Runden Tisches der Religionen“. 

Der überkonfessionellen und interreligiösen Arbeitskreis von Gemeinden verschiedener Glaubensgemeinschaften war 2010 gegründet worden. 15 Gemeinden und Organisationen sind aktiv dabei. Er versteht sich als Plattform eines gleichberechtigten Dialogs. Im Gegensatz zum „Kasseler Rat der Religionen“, in dem Repräsentanten der Glaubensgemeinschaften mit dem Oberbürgermeister beraten, sind beim Runden Tisch vor allem aktive Gemeindemitglieder vertreten. Aktuelles Schwerpunktthema ist „Antisemitismus in Kassel“.

Ein vom Runden Tisch entwickeltes Projekt ist der „Stadtplan der Religionen“, der einen Überblick über die zahlreichen religiösen Stätten in Kassel gibt und der 2020 neu aufgelegt werden soll.

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