Friedrich-Ebert-Straße: Baustelle stockt

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Überraschungen: Die Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße (hier Blick von der Karthäuserstraße) stocken auch deshalb, weil alte Keller auftauchen.

Kassel. Zwar sind die Sanierung und der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße noch ganz am Anfang, aber bereits jetzt ist mit einer Kostensteigerung zu rechnen. Grund dafür sind das anhaltende Winterwetter, Kriegsschutt im Boden und alte Keller, auf die die Bauarbeiter gestoßen sind.

Für den derzeit laufenden Kanalbau war bislang mit 2,8 Mio. Euro kalkuliert worden. Wie hoch die Kostensteigerung ausfallen wird und ob der bisher überschaubare Zeitverzug noch größer wird, ist noch nicht abschätzbar.

Bis Ende 2015 soll die Friedrich-Ebert-Straße im Abschnitt zwischen Ständeplatz und Goethestraße zu einem attraktiven Boulevard werden. Im derzeit laufenden ersten Bauabschnitt werden die vorhandenen Kanäle und Leitungen (Wasser, Abwasser, Gas, Strom und Fernwärme) erneuert. Bei den Arbeiten rund um die Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Karthäuserstraße sind die ersten Schwierigkeiten aufgetaucht.

Nicht nur der Frost bringe die Arbeiten ins Stocken, sondern ebenso stark sorgten der Trümmerschutt und „die überall im Untergrund vorhandenen Keller“ für Probleme, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. Teilweise seien die alten Keller zugeschüttet, teilweise nicht. Oftmals verliefen die alten Rohre durch die Gewölbe. „Das treibt die Kosten erheblich nach oben. Wie teuer es wird, können wir erst sagen, wenn alles fertig ist“, sagt Pijanka.

Um den Zeitverzug wieder aufzuholen, seien die Arbeiten zuletzt intensiviert worden. Wenn es nicht länger kalt bleibe und auch starker Regen ausbleibe, könnten die Kanalarbeiten auf der stadtauswärtigen Fahrbahnseite zwischen Ständeplatz und Westendstraße und stadteinwärts zwischen Karthäuser- und Jordanstraße bis zum Hessentag abgeschlossen werden. Anschließend würden die Arbeiten in Richtung Annastraße fortgesetzt.

Jochen Feldle vom städtischen Eigenbetrieb Kasselwasser, der für die Wasserkanäle zuständig ist, hält die Verzögerungen noch nicht für dramatisch. „Wir versuchen, die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Der Endtermin ist bislang nicht gefährdet“, sagte Feldle.

Erst 2014 und 2015 werden der Straßenbelag und die Gleise auf der Friedrich-Ebert-Straße erneuert und Baumreihen werden angelegt. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist für Dezember 2015 geplant.

Von Bastian Ludwig

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