„Ich hatte tolle Lehrer“ 

Friedrich-List-Schülerin Valesca Linß-Koba macht ihr Abi mit 1,0

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Nach dem Abi: Valesca Linß-Koba geht im September in die Schweiz, wo sie Wirtschaft studieren will. 

Valesca Linß-Koba aus Kassel ist jung - und sie hat ein außergewöhnlich gutes Abitur gemacht: Note 1,0. Genau nachgerechnet beträgt der Schnitt sogar 0,8.

Insgesamt haben in diesem Jahr in Kassel 28 Schüler die Abinote 1,0 erreicht, zwei davon an der beruflichen Friedrich-List-Schule: Johanna Baral und Valesca Linß-Koba.

Linß-Koba hat viele Talente, eine funkelnde Lebensfreude, und jetzt liegt vor ihr die Zukunft ausgebreitet wie ein langer Teppich ungezählter Möglichkeiten.  „Es macht Spaß“, sagt sie im Gespräch häufig. Diese Freude am Tun scheint ihr Lebensmotto und Erfolgsrezept zu sein. „Für Fächer, die einem Spaß machen, die einen interessieren, lernt man gerne“, sagt sie. Deshalb habe sie das Abi auch nicht als stressig empfunden. Ihre Leistungskurse waren Wirtschaftslehre und Englisch.

Valesca ist an diesem sonnigen Junitag auf der Terrasse des Restaurants Baguettski in ihrem roten Sommerkleid eine in jeder Hinsicht strahlende Erscheinung. Sie hat sich einen Salat bestellt und erzählt gut gelaunt von ihren Plänen. Und die sind konkret.

Im September geht es in die Schweiz, wo die 18-Jährige an der renommierten Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Internationale Beziehungen studieren wird. Den Eignungstest hat sie bestanden. Eine Unterkunft hat sie sich schon besorgt. Im Internet fand sie eine passende WG.

Dass Valesca gut organisiert ist, dürfte ein Grund dafür sein, dass sie weitgehend stressfrei lebt. Bevor sie vom Wilhelmsgymnasium zur beruflichen List-Schule wechselte, war sie 2015 ein Jahr lang in England. Die List-Schule mit ihrem Wirtschaftsprofil und den vielen bilingualen Kursen habe ihr von Anfang an zugesagt. Sechs Fächer habe sie zuletzt auf Englisch habt. Französisch und Spanisch spricht sie außerdem. Als übernächsten Studienort hat Valesca Paris im Visier. Beruflich sieht sie sich in Zukunft „irgendwo in der Wirtschaft, gerne auch im Ausland“. Ein Talent fürs Medizinstudium, was bei ihren Noten leicht möglich wäre – Valescas Mutter ist Ärztin – sieht sie bei sich nicht. „Ich kann kein Blut sehen.“

Dass sie seinerzeit die List-Schule gewählt hat, habe sie nie bereut. „Es war die richtige Schule für mich, ich hatte tolle Lehrer, denen ich viel verdanke. Vor allem meine Leistungskurslehrer waren klasse“, sagt sie. Gute Lehrer seien das wichtigste. Lehrer, die auch mal fragten, wie es einem geht. Valesca selber interessiert sich auch für andere und setzt sich ein. An ihrer Schule engagierte sie sich in der Schülervertretung, war im Abiball-Komitee aktiv und für eine Zeit lang sogar Mitglied im Stadtschülerrat.

Zeitprobleme kennt sie nicht: Auch ihren Hobbys und Freizeitbeschäftigungen – Klavierspielen, Fitness, Lesen und „Feiern“ – spendet sie viel Aufmerksamkeit. Außerdem hat sie in der Vergangenheit ihr Taschengeld mit Kellnern aufgebessert.

Irgendwie scheint bei Valesca die Balance zwischen Spaß und Ernst perfekt austariert zu sein. Zur Entspannung beziehungsweise Sause nach dem Abi war sie mit Freunden nach Mallorca an den Ballermann gereist.

VON CHRISTINA HEIN

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