Festival der Artisten

Friedrichsplatz: Flic Flac schlägt seine Zelte auf

Ein starker Mann: Rodrigo Fernandez schlägt mit dem Hammer die Anker für die Bühne des Zirkus Flic Flac in den Boden. Fotos:  Malmus

Kassel. Bis Donnerstag soll alles stehen, sagt Meike Schütte, Pressesprecherin vom Zirkus Flic Flac. Denn dann sollen die Proben für die vierte Auflage des "Festivals der Artisten" beginnen.

30 Künstler aus zehn Nationen werden das Publikum auf dem Friedrichsplatz wieder in Staunen versetzen sowie für schwitzende Hände und hohen Pulsschlag sorgen. Seit Freitag wird bereits das schwarz-gelbe Zelt, in das 1500 Zuschauer passen, aufgebaut. Bei diesem Wetter stellt der Aufbau eine besondere Herausforderung für die 25 Männer dar. Durch den Schneefall am Sonntag seien die Transporte nach Kassel nicht durchgekommen, sagt Flic-Flac-Chef Benno Kastein. Aber vor zwei Jahren sei das Wetter auch nicht besser gewesen. Von daher ist Kastein zuversichtlich, dass das imposante Zelt (16,50 Meter Höhe, Durchmesser 42 Meter) und die zwei kleinen Zelte rechtzeitig stehen. „Schließlich findet ein Weihnachtszirkus zu Weihnachten statt und nicht im Juni.“ Zudem muss das Zelt - allein die Haut wiegt acht Tonnen - nicht weit transportiert werden. Das schwarz-gelbe Zirkushaus wird bei Trendelburg eingelagert. „Kassel ist sozusagen ein Heimspiel für uns“, sagt Schütte. Elf Heizungen sorgen für Wärme. Aber heiß wird es unter dem Zeltdach ohnehin.

Attraktiv für Artisten

Das Festival sei nicht nur beim nordhessischen Publikum beliebt, sondern auch bei den Artisten, erzählt der Zirkusdirektor. Das liege an den guten Bedingungen. Die Artisten würden unweit des Friedrichsplatzes im Stadthotel übernachten - Kastein lebt im Wohnmobil. Zudem sei das Preisgeld sehr attraktiv.

Aufbau im Schneematsch: Dariusz Michalski (rechts) transportiert mit dem Stapler Bodenplatten zum Zelt.

Das Publikum wird wie in den vergangenen Jahren bestimmen, welche drei Nummern prämiert werden. Dafür werden bei jeder Vorstellung zehn Hüte unter die Zuschauer geworfen. Wer einen Hut erwischt, darf abstimmen. Der Gewinner bekommt 15 000 Euro, gestiftet von der Königs-Galerie und dem Schlosshotel. Für die Zweitplatzierten gibt es 10 000 Euro, für den dritten Platz 5000 Euro. Die Übergabe der Preise findet in der letzten Show am 13. Januar 2013 statt. Neu in diesem Jahr: Die Gewinner bekommen keinen Pokal mehr, sondern eine Skulptur, für die die beiden filigranen Flic-Flac-Figuren als Vorlage dienen.

Direktor und Pressesprecherin versprechen ein spannendes und kurzweiliges Programm mit 13 Nummern. Dabei sind etwa die Flying Heroes aus Russland und die Trampolin Tornados der Catwall Acrobats aus Kanada. Pressesprecherin Schütte schwärmt von der Sandmalerin Lili Cistina aus Russland und Zirkusdirektor Kastein von dem Komiker Andrej Jigalov, der das Publikum ohne Schminke und mit unförmigen Hosen begeistert. Jigalov hat übrigens schon einen Preis beim Circusfestival in Monte Carlo von Prinzessin Stephanie persönlich bekommen. Ob er in Kassel zu den Preisträgern gehört, bestimmt das Publikum.

Flic Flac baut Zelt in Kassel auf

Der Zirkus Flic Flac gastiert vom 20. Dezember bis 13. Januar 2013 auf dem Friedrichsplatz, Vorstellungen beginnen um 16 und 20 Uhr. Karten gibt es zwischen 22 Euro (Kinder/ermäßigt 19 Euro) und 46 Euro (43 Euro) in allen Geschäftsstellen der HNA, Tel. 05 61/203 204, per Telefon unter 01805/14 77 99, über www.flicflac.de und ab Freitag, 14. Dezember, an der Zirkuskasse auf dem Friedrichsplatz.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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