Lehrlinge sollten kommunikativ und kreativ sein

Friseure üben mit Puppen

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Welche Frisur passt zum Kunden? Welcher Schnitt ist „in“?: Friseure sollten die vielfältigen Haarschneidetechniken perfekt beherrschen.

Schräger Pony, kurzer Pony oder lieber gar kein Pony? Wer Friseur werden will, muss nicht nur perfekt schneiden können. Man sollte auch erkennen, ob die gewünschte Frisur zum Kunden passt. Bis Friseure in der Ausbildung bei Kunden zur Schere greifen dürfen, dauert es.

Erst einmal üben sie am Puppenkopf, damit später auch alle Handgriffe richtig sitzen. Die Ausbildung zum Friseur dauert drei Jahre: Waschen, schneiden, legen – in dieser Zeit ist alles dabei.

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Ein akkurater Bob und eine gestufte lange Mähne: Fast so vielfältig wie die Frisuren sind auch die Haarschneidetechniken. Daneben lernen die Lehrlinge, Kunden zu beraten, den Zustand von Haaren und Nägeln zu beurteilen und Termine zu planen. Außerdem kann man sich für eine Wahlqualifikation entscheiden: Es gibt Nageldesign, pflegende Kosmetik, Haarersatz und Langhaarfrisuren.

Angehende Friseure sollten kommunikationsfähig sein, sagt Harald Esser vom Zentralverband des Deutschen Friseur-Handwerks. Denn was der Kunde will, kann er nicht immer klar sagen. Mit geschickten Nachfragen bekommt der Friseur heraus, was die genauen Vorstellungen sind. Auch Berührungsängste dürfen angehende Azubis nicht haben, denn immer sitzen sie nah am Kunden.

Schließlich sollten sie kreativ sein. „Man sollte Freude an Schönheit mitbringen und Freude daran, andere zu verschönern. Und schließlich müssen die angehenden Fachkräfte wissen, was gerade „in“ ist. Esser hat selbst einen Salon in Köln und bildet auch aus. Er weiß, der Beruf ist nichts für jeden. Dennoch ist die Ausbildung bei jungen Menschen nach wie vor beliebt: Auf der Liste der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe liegt der Friseur auf Rang elf, so das Bundesinstitut für Berufsbildung. Trotzdem: Die Zahl der Friseur-Azubis sinkt. Waren 2008 bundesweit noch rund 39 400 Azubis in der Lehre, waren es 2011 schon 9000 weniger. 90 Prozent der Friseur-Lehrlinge sind weiblich.

Betrieb oder Berufsschule

Die meisten Auszubildenden machen ihre Lehre im Betrieb und in der Berufsschule. Es ist aber auch möglich, die Ausbildung ausschließlich an einer Berufsschule zu absolvieren. Zwar kann auch dort an Puppenköpfen geübt werden, der Kundenkontakt fehlt aber völlig. Auch den anstrengenden Arbeitsalltag im Betrieb bekommen Azubis dabei nicht mit.

Einen bestimmten Schulabschluss brauchen angehende Friseure nicht. Statistisch gesehen haben jedoch mehr als zwei Drittel der Auszubildenden einen Hauptschulabschluss. Doch egal, ob Ausbildung im Betrieb oder in der Berufsschule: In beiden Zweigen verbringen Lehrlinge einen Großteil der Zeit mit Stehen. Esser rät: Gerade stehen und, wenn nötig, auch den Kunden aufstehen lassen, damit man sich den Rücken nicht kaputt macht.

Nach der Lehre arbeiten die Fachkräfte überwiegend in Friseur-Betrieben. Doch auch eine Anstellung bei Wellnesshotels, Bäderbetrieben, bei Film- und Fernsehproduktionen oder Modenschauen ist denkbar. (tmn)

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