Dennis Rossing kann bis 31. August vom Kauf zurücktreten - Verhandlungen laufen

Frist für Kasseler Eishalle läuft ab

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Die Pläne gibt’s schon: Wenn der Kauf zustande kommt, will Dennis Rossing die Eissporthalle zu einer Multfunktionsarena umbauen. Die Illustration zeigt die Ansicht von der Straße „Am Auestadion“.

Kassel. Die Frist für die Kasseler Eissporthalle läuft ab: Bis zum 31. August kann Dennis Rossing noch vom Kaufvertrag mit Simon Kimm zurücktreten. Macht der Bad Hersfelder Projektentwickler und Huskies-Eigner davon Gebrauch oder sind die Kaufverhandlungen auf der Zielgeraden?

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Der Kasseler Architekt Hans-Uwe Schultze hüllt sich in Schweigen, Rossing war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Halleneigentümer Kimm wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Die Frist sei noch nicht abgelaufen, man streite nicht, sondern rede miteinander.

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Strittig war dem Vernehmen nach bislang aber, wann der Kaufpreis in Höhe von fünf Millionen Euro gezahlt werden muss. Weiterer Knackpunkt aus Rossings Sicht ist die Wirtschaftlichkeit. Kauf und Umbau der Eissporthalle sind für ihn nur dann interessant, wenn er auch Geld damit verdient.

Hans-Uwe Schultze

Dass noch immer keine Klarheit über die Zukunft der Eissporthalle herrscht, beschäftigt auch die politischen Entscheidungsträger in der Stadt. Die Befürchtungen sind groß, dass aus den Plänen nichts wird. „Wir haben Bedenken, dass die letzte Frist verstreicht und es keinen Umbau der Eishalle geben wird“, sagt CDU-Stadtverordneter Dominique Kalb. Sollte es so kommen, so frage man sich, was von den Zusagen Rossings für das Technische Rathaus bei Salzmann zu halten sei.

Dennis Rossing

Am Mittwoch hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr mit dem Thema befasst. Die CDU, die eine mehrteilige Anfrage gestellt hatte, erhoffte sich konkrete Antworten statt Absichtserklärungen des Investors. Doch damit konnte Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) nicht dienen. „Der Eigentümerübergang ist in Aussicht gestellt“, sagte Nolda.

Simon Kimm

In Gesprächen mit der Stadt habe Rossing mitgeteilt, dass er mit Nachdruck daran arbeite, die Wirtschaftlichkeit des Hallenbetriebs nach dem Umbau zu gewährleisten. Mit Halleneigentümer Kimm habe die Stadt in den vergangenen Monaten nicht gesprochen.

Kommt der Handel zustande, will Rossing 18 Millionen Euro in den Umbau der Eishalle zu einer modernen Mulitfunktionsarena mit angebautem Bühnenhaus investieren. Der Spielbetrieb der Huskies, deren Fans das Gerangel um die Halle gespannt verfolgen, soll während des Umbaus ungehindert weiterlaufen.

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