Erweiterungsbau an der Sternbergstraße hat fünf Millionen Euro gekostet – Standort am Bergpark wird geschlossen

Fröbelseminar: Neue Räume für 650 Schüler

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Freut sich über die moderne Erweiterung: Der Direktor des evangelischen Fröbelseminars, Eckehard Zühlke.

Kassel. Die 650 Schüler und Studierenden des evangelischen Fröbelseminars mussten ebenso wie die Lehrkräfte bislang zwischen zwei Standorten pendeln. Damit ist es jetzt vorbei. Gestern wurde der großzügige Anbau an der Sternbergstraße (Wehlheiden) mit einem Gottesdienst eröffnet.

Auf dem früheren Gelände der Landesfeuerwehrschule werden Erzieher, Sozialassistenten sowie Heilpädagogen ausgebildet.

Indirekt hat die Einrichtung des Diakonischen Werkes von der Finanzkrise profitiert. Die Fördermittel aus den Konjunkturprogrammen von Bund und Land waren eine wichtige Anschubfinanzierung. Das neue Gebäude mit einer Nutzfläche von 2900 Quadratmetern hat fünf Millionen Euro gekostet. Was aus den bisher genutzten Räumen an der Hugo-Preuß-Straße in unmittelbarer Nähe zum Bergpark wird, ist nach Angaben von Eckehard Zühlke, dem Direktor des Fröbelseminars, noch nicht klar. Sie gehören der Landeskirche.

„Wir sind froh, dass wir jetzt eine vielseitig nutzbare Aula, moderne Lehrsäle und Fachräume haben“, sagt Zühlke. Es sei absehbar, dass in Hessen in den nächsten Jahren bis zu 4000 Erzieher und Pädagogen gebraucht würden. Auf die steigende Nachfrage wolle man reagieren.

Das Seminar, das ein weiteres Standbein in Korbach hat, ist nach Friedrich Fröbel benannt. Der Begründer der Spielpädagogik (1782-1852) gilt als der Erfinder des Kindergartens.

Die Bedeutung der Ausbildungsstätte mit christlicher Prägung würdigte unter anderem Bischof Martin Hein, der die Predigt beim Gottesdienst hielt. Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck ist Träger von 200 Einrichtungen für die Betreuung von Kindern. Auch für Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft sei die Ausbildung am Fröbelseminar wichtig, sagte Oberlandeskirchenrat Eberhard Schwarz. (tos)

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