Einzelhandel

Frühere Chefin vom Modehaus Sinn in Kassel kommt zurück

Sabine-Amelie Gertner, Geschäftsleiterin vom Modehaus Sinn in Kassel
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Bekanntes Gesicht im Innenstadthandel: Sabine-Amelie Gertner war für Sinn zuletzt in Jena tätig.

Vor sieben Jahren war Sabine-Amelie Gertner ins Sinn-Haus nach Jena gewechselt. Jetzt übernimmt sie überraschend wieder die Leitung der Kasseler Modehaus-Filiale.

Kassel – Überraschendes Wiedersehen mit einem bekannten Gesicht in Kassels Innenstadthandel: Als Geschäftsleiterin des Modehauses Sinn kehrt Sabine-Amelie Gertner nach sieben Jahren zurück in die Stadt. Zum 1. Dezember übernimmt sie wieder die Leitung des Modekaufhauses am Friedrichsplatz mit über 100 Mitarbeitern. Der bisherige Chef vor Ort, Frank Geyer, wird in die größte Filiale von Sinn nach Bonn wechseln.

Von 2007 bis 2015 hatte Sabine-Amelie Alt, wie sie damals noch hieß, für den Kasseler Standort und als starke Stimme des innerstädtischen Einzelhandels Akzente gesetzt. Sie engagierte sich im Vorstand der City-Kaufleute und setzte sich mit ihrem extrovertierten Naturell meinungsstark, notfalls auch hartnäckig für die Belange der Geschäftsleute ein.

Für ihr eigenes Haus hatte sie gleich von Beginn an große Herausforderungen zu bewältigen – vor allem 2008, als die Zukunft des Kasseler Modehauses auf der Kippe stand wegen einer Insolvenz, in der das Unternehmen die Hälfte seiner Standorte aufgab.

2015 wurde die gebürtige Münchnerin dann zur Leitung der Filiale in Jena berufen – von dort kehrt sie jetzt nach erfolgreichen Jahren, wie das Unternehmen mitteilt, zurück. Inzwischen, genauer gesagt 2018, haben sowohl die Modehauskette sowie die alte und neue Kasseler Chefin ihre Namen geändert: Das frühere Sinn Leffers heißt seither nur noch Sinn, Sabine-Amelie Gertner trägt jetzt den Nachnamen ihres Mannes, den sie in ihrer Kasseler Zeit kennengelernt und an ihrer beruflichen Station in Ostthüringen geheiratet hat.

Beruflich herumgekommen ist Gertner schon viel seit ihrer Ausbildung beim Karstadt-Konzern und dem Wechsel zu Sinn Leffers 1995: Jeweils alle paar Jahre stand ein Umzug an. Aber Kassel als Wahlheimat „ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Gertner. Im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt war man ihr oft begegnet. Geraume Zeit war sie nach ihrem Wechsel von hier nach Jena gependelt, kennt viele Kollegen, Kunden und städtischen Akteure noch gut: „Es ist wirklich ein bisschen wie nach Hause kommen.“

Als gutes Vorzeichen dafür sieht die kunstinteressierte Modehauschefin, dass für kommenden Sommer wieder eine documenta bevorsteht – so wie es schon in ihrem ersten Antrittsjahr 2007 gewesen ist: „Das Timing könnte also nicht besser sein.“ (Axel Schwarz)

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