KVG will Wunsch von Ortsbeirates und Anwohnern erfüllen

Tramschienen auf Ihringshäuser Straße: Im Frühjahr Grün statt Grau für Gleise

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Trister Zustand: Anni Anacker (SPD) tritt mit dem Ortsbeirat des Stadtteils Fasanenhof für die Begrünung des Gleisbetts der Straßenbahn in der Ihringshäuser Straße ein.

Fasanenhof. Der Ortsbeirat Fasanenhof hat die für Anfang Oktober auf den Straßenbahn-Gleisen geplante Demonstration abgeblasen. Dennoch erwartet das Gremium von der Stadt Kassel, dass das Gleisbett in der Ihringshäuser Straße jetzt auf ganzer Länge begrünt wird.

Das hat jetzt die KVG in einer Pressemitteilung auch zugesagt: Im Frühjahr kommenden Jahres sollen die neuen Gleise begrünt werden. Die Trasse in der Ihringshäuser Straße erhalte dann zwischen den Haltestellen Koboldstraße und Weserspitze auf einer Länge von fast einem Kilometer Rasengleise. Damit erfülle die KVG den vielfachen Wunsch von Anwohnern und des Ortsbeirates.

„Wir wollen die Begrünung des Gleisbetts jetzt haben“, sagte Anni Anacker (SPD) während der Ortsbeiratssitzung. Die waschechte Fasanenhöferin hofft seit 18 Jahren auf die von der Stadt versprochene Begrünung der Gleise in der Ihringshäuser Straße. Seit dem Austausch der Holzschwellen gegen Betonträger müssten die Anwohner noch mehr Lärm ertragen, sagte Anni Anacker.

„Eine frühere Begrünung des Gleisbettes ist nicht möglich, weil dafür erst alles bereitet werden muss“, erklärt KVG-Projektleiter Harald Gerk. Die KVG habe im Jahr 2011 und im Frühjahr dieses Jahres in diesem Abschnitt die Gleise erneuert. Für die Strecke zwischen den Haltestellen „Eisenschmiede“ und „Weserspitze“ müssen jedoch noch Gleisstopfarbeiten vorgenommen werden, die Ende Oktober beginnen sollen. Dabei stabilisiere eine selbstfahrende Stopfmaschine das Gleisbett, indem sie den darauf liegenden Schotter verdichtet. Anschließend würden Gummiprofile zum Schutz der Schienen angebracht, bevor ein Spezialsubstrat auf den Flächen verteilt werde.

Erst danach und sofern es die Witterung zulasse, könne Rollrasen verlegt werden, sagt die KVG. Für Rasengleise sprechen gegenüber geschotterten Gleisen zahlreiche Vorteile: Sie wirken günstig auf das Mikroklima ihrer Umgebung, dämpfen die Rollgeräusche von Straßenbahnen und werten das Straßenbild optisch auf, weiß auch die KVG. Doch seien Rasengleise auch verhältnismäßig teuer und mit einem hohen Pflegaufwand verbunden.

Der knapp ein Kilometer lange Rasengleisabschnitt in der Ihringshäuser Straße zum Beispiel koste rund 300 000 Euro. Das zahle die KVG vollständig selbst. Die anschließenden Pflegekosten von jährlich rund 2500 Euro übernehme die Stadt.

Im weiteren Verlauf der Ortsbeiratssitzung sprach sich die Stadtteilvertretung dafür aus, die Ampelregelung an der Kreuzung Ihringshäuser Straße/Mörikestraße auf die einmündenden Nebenstraßen auszuweiten. Außerdem sollen auf dem Belag der viel und oft zu schnell befahrenen Straßen „Hinter dem Fasanenhof“ und „Am Fasanenhof“ Piktogramme mit der 30 Km/h-Begrenzung angebracht werden. (ppw)

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