Herbstzauber in Kassel: So war die Jagd nach Gartenschätzen

Franziska, Christian und Julius (2) Rode bewundern am Stand von Roosens Garden herbstliche Deko mit Erika und Lampionblumen. Foto: Christian Hedler

Kassel. Traumhaftes Wetter, ein breites Angebot an Ausstellern und jede Menge schöne Plätze zum Verweilen lockten am Wochenende wieder Tausende Garten-Fans in die Karlsaue.

Aktualisiert am 30. September um 17.57 Uhr - Dort fand zum 18. Mal das Gartenfestival „Herbstzauber“ statt. Geöffnet war immer von 10 bis 18 Uhr.

Aus einem weiten Umkreis von Kassel kamen die Besucher herbeigeströmt. Am Einlass bildeten sich zeitweise lange Schlangen und auf dem Auedamm gab es kein Durchkommen mehr. Die gute Laune der Besucher konnte das nicht trüben.

Überall waren strahlende Gesichter zu sehen und Menschen, die stolz ihre gerade erworbenen Gartenschätze nach Haus trugen. Wie Marion Berendes und Tochter Kristin aus Bad Emstal. Für den großen Garten der Familie hatten die Frauen bei Florian Härtl ein Sortiment an Sedum in Rot-Tönen gekauft: Fette Henne sowie Sonnendost und Sterndolde. In diesem Jahr besonders nachgefragt an Härtls Stand: Alpine Sukkulenten. Marion Berendes verrät, dass sie in ihrem Garten besonders gerne Hortensien, Rosen und Buchsbäume kultiviert.

Manch einer nutzte den Ausflug, um ein letztes Mal in diesem Jahr der Blumeninsel Siebenbergen einen Besuch abzustatten. Sie schließt am 3. Oktober und verabschiedet sich damit in die Wintersaison. 

Herbstzauber: 100 Aussteller

Rund 100 Aussteller präsentierten beim 12. Herbstzauber alles, was für herbstliche Gärten und ländliche Lebensart steht. Staudenraritäten, Pflanzen, Rosen, Blumenzwiebeln, Gartenwerkzeug, Dekorationen für Haus und Garten, Accessoires, ländliche und moderne Mode, Weine und vieles mehr waren zu sehen und zu kaufen.

Die weißen Pagodenzelte und Überdachungen luden zum Verweilen ein, und die Besucher waren eingeladen, das kulinarische Angebot der Jahreszeit zu erleben.

Bei Cocktails und Holunderschorle konnte über den Kauf eines Strandkorbs oder Whirlpools nachgedacht werden und wer ein spätsommerliches Picknick zum Saisonausklang plant, fand Blütensalz, Balsamico, Marmeladen und Pestos.

Aus sonnigen Regionen kamen Oliven, Schaf- und Ziegenkäse sowie Champagner, Sekt und Wein nach Kassel. Außerdem konnten sich die Besucher mit Kuchen und Bauernbrot aus dem Holzbackofen, frischen Waffeln und Mokka stärken. Ein Rahmenprogramm richtete sich an die ganze Familie.

In den Zelten, die wieder im Landschaftspark aufgestellt wurden, konnten die Besucher Highlights für Haus, Garten, Küche und Kleiderschrank entdecken und sich Inspiration für Beet und Balkon holen. Für herbstliche Details sorgten Gartendekorationen aus Edelstahl und Naturstein sowie Skulpturen. Es gab Unikatholzmöbel und herbstliche Gestecke.

Modebegeisterte konnten Accessoires aus Merinowolle, Ledertaschen und Seidenschals entdecken. Einen Stand weiter gab es Gartenutensilien wie Sägen, Schleifer und Heckenscheren. Gartenkamine und Feuerschalen bereiteten auf die kältere Jahreszeit vor.

Impressionen vom 12. Herbstzauber in der Kasseler Karlsaue

12. Herbstzauber in der Kasseler Karlsaue
nein © Andreas Fischer/HNA
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Wir haben ihn bereits im Vorfeld besucht und nennen fünf Gründe, warum man den Herbstzauber besuchen sollte:

1. Weil wir die neuesten Gartentrends erfahren. „Pflanzen die Insekten anziehen, sind besonders stark nachgefragt“, sagt Benjamin Roos am Stand von Roosens Garden, ohne lange zu zögern, und nennt uns gleich: Bartblume, Duftnessel und Artischocke. Auch Pflanzen, die Trockenheit vertragen, verkauften sich gut.

Gärtnerkollege Thomas Gerber hat den Trend Wildobst und -beeren ausgemacht. Vor allem junge Leute haben nach seiner Erfahrung das Gärtnern entdeckt und sie fragten nach Krähenbeeren, Moltebeeren und der sibirischen Honigbeere.

2. Weil die Natur hier der Star ist. Neben den schönen Dingen rund um den Garten, die von den hundert Ausstellern – darunter viele Stamm-Aussteller – ihrem Publikum präsentiert werden, ist das Ambiente der Karlsaue mit seinen Baumraritäten und der Blumeninsel, auf der sogar Pfauen anzutreffen sind, nicht zu toppen.

3. Weil man bummeln, genießen und verweilen kann. Kulinarik ist wieder ein Schwerpunkt beim Herbstzauber. Die Gäste können sich bei Bauernbrot, Schaf- und Ziegenkäse, Oliven, Wein und vielem mehr stärken. Regional und bio ist das Angebot des Kasseler Restaurants Weißenstein und Dirk Rüfereck von Teatime hat 150 Tees im Angebot. Der Clou in diesem Jahr: Die Veranstalter haben das Ausstellungsgelände vergrößert und 250 zusätzliche Sitzplätze am Wasser geschaffen. Da das Wetter gut werden soll, werden diese Plätze an der Sonne sicher begehrt sein.

4. Weil man seinen Horizont erweitern kann. „Das Publikum ist kundig, sucht das Fachgespräch mit dem Experten und nimmt sich dafür Zeit“, sagt Aussteller Thomas Gerber. Manfred Wolf am Stand von Hellkuhl bestätigt das. Wenn die Besucher an seinem Stand beispielsweise sein Sortiment an Kartoffelraritäten (Rote Emalie oder Blaue Annelies) in Augenschein nimmt, dann will es wissen, wie die Kocheigenschaften sind und welche Gerichte damit zubereitet werden können.

5. Weil man immer etwas von bleibendem Wert nach Hause tragen kann. Bei manch einem treuen Herbstzauber-Besucher blühen und gedeihen inzwischen Apfelbäumchen und Enziane, Himbeeren und Topinambur, Dachwurze aus dem Niedensteiner Gartenbaubetrieb Härtl oder Rosenstämmchen aus der Kasseler Baumschule Steuber.

Eintritt: 8, ermäßigt 6 Euro, Kinder unter zwölf Jahren zahlen keinen Eintritt, 12 bis 17 Jahre 1 Euro. Wochenend-Karte 12 Euro.

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