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Sie kommen, wenn der Mountainbiker im Wald verunglückt

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Von: Florian Hagemann

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Die Bergwacht freut sich übers Fahrzeug: Julian Schäfer (von links), Bereitschaftsleiter Manuel Wilm, Marlon Freiberger, Landesschatzmeister Heinrich Nitz, Jonas Spill (stellvertretender Bereitschaftsleiter), die Sponsoren Ursula Schocke-Kaufmann und Fritz Kaufmann von der Matthias-Kaufmann-Stiftung und Hannes Schäfer.
Die Bergwacht freut sich übers Fahrzeug: Julian Schäfer (von links), Bereitschaftsleiter Manuel Wilm, Marlon Freiberger, Landesschatzmeister Heinrich Nitz, Jonas Spill (stellvertretender Bereitschaftsleiter), die Sponsoren Ursula Schocke-Kaufmann und Fritz Kaufmann von der Matthias-Kaufmann-Stiftung und Hannes Schäfer. © Florian Hagemann

Die Bergwacht Kassel vom Deutschen Roten Kreuz rückt immer dann aus, wenn es schwer wird, mit dem normalen Rettungswagen bis zur Unglücksstelle durchzukommen. Jetzt gibt es ein neues Fahrzeug, das vor allem für das Gelände geeignet ist.

Kassel - Die Bergwacht Kassel vom Deutschen Roten Kreuz gibt es seit fünf Jahren. Jetzt hat die Einheit, zu der 40 Ehrenamtliche zählen, ein eigenes Fahrzeug, um Menschen im Gelände zu retten. Das Fahrzeug nennt sich offiziell Gerätewagen Bergrettung und war ursprünglich für die Bundeswehr im Einsatz. Für 40 000 Euro erwarb das Deutsche Rote Kreuz den VW und baute ihn entsprechend um. Wir stellen den sechs Jahre alten Wagen mit 140 PS anhand der einzelnen Punkte auf den Fotos vor.

Die Reifen und der Unterbau: Das Fahrzeug ist mit speziellen Reifen ausgestattet – eine Mischung aus Straßen- und Geländereifen, um auf jedem Untergrund gut voranzukommen und um jede Kurve zu kriegen. Die Reifen sind noch einmal größer als herkömmliche, um im Gelände bestehen zu können. Aus diesem Grund sind unten auch Aluplatten als Unterbodenschutz angebracht, die Schläge abfedern können. Das Fahrzeug ist allradgetrieben.

Das Dach: Neben einem Gepäckträger und den Blaulichtern befinden sich auf dem Dach auch noch vier Extra-Scheinwerfer, die an dem Gepäckträger angebracht sind. „Die Scheinwerfer sind für uns existenziell, wenn wir abends im Wald unterwegs sein müssen“, sagt Marlon Freiberger, der Fahrzeugwart.

Der Innenraum: Hier haben drei Helfer der Bergwacht Platz. Zudem befindet sich in der Mitte die Gebirgstrage, die im Notfall eingesetzt werden kann. Mit ihr kann ein Verletzter im Fahrzeug aus dem Gelände gebracht werden. Die Bergwacht kommt nämlich dort zum Einsatz, wo sonst kein anderes Rettungsfahrzeug mehr hinkommt. So rückte die Bergwacht Kassel schon aus, um im Gelände verunglückte Mountainbiker oder Reiter zu bergen – oder verletzte Wanderer. Im vergangenen Jahr musste sie 13 Mal ausrücken. Sie ist in Kassel und der Region aktiv.

Der Fahrerbereich: Neben dem Fahrer hat vorn noch der Einsatzleiter seinen Platz, dem das Funkgerät zur Verfügung steht, um mit der Leitstelle Kontakt zu halten und koordinieren zu können.

Der Kofferraum: Hier befinden sich die Rucksäcke der Helfer mit all den Klettergurten. Weiteres Material, Verpflegung und Hygieneartikel sind im hinteren Bereich ebenso untergebracht wie der rettungsdienstliche Notfallrucksack. (Florian Hagemann)

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