1. Startseite
  2. Kassel

Schild soll auf Regeln an und in der Fulda in Kassel hinweisen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ulrike Pflüger-Scherb

Kommentare

Sie werben für „Rücksicht auf dem Wasser“: (von links) Alexander Lorch, Leiter der Wasserschutzpolizei Kassel, Umweltdezernent Christof Nolda sowie Cornelia Engelhardt-Fröhlich (Runder Tisch Neue Wege auf dem Wasser).
Sie werben für „Rücksicht auf dem Wasser“: (von links) Alexander Lorch, Leiter der Wasserschutzpolizei Kassel, Umweltdezernent Christof Nolda sowie Cornelia Engelhardt-Fröhlich (Runder Tisch Neue Wege auf dem Wasser). © Andreas Fischer

Bei dieser sommerlichen Hitze zieht es immer mehr Menschen an und in die Fulda. Das Schwimmen und Baden in dem Fluss hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Das liegt wohl auch an der guten Wasserqualität.

Kassel – Er freue sich, dass immer mehr Menschen in der Stadt die Fulda neu entdeckten und ein buntes Leben an den Fluss zurückkehre, sagte Umweltdezernent Christof Nolda jetzt bei einem Ortstermin am Fluss. Allerdings müssten sich die Menschen auch an die Regeln, die um und am Wasser gelten, halten. Auf dem Gelände des Bootsverleihs „Ahoi“ stellten Nolda und Alexander Lorch, Leiter der Wasserschutzpolizei, deshalb ein neues Schild vor, das über das Regelwerk an der Fulda informieren soll, zumal es am Fluss auch keine Badeaufsicht gibt. Wer ins Wasser geht, macht das auf sein eigenes Risiko.

Wann die Schilder aufgestellt werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Sie sind nämlich noch nicht gedruckt worden, wie Cornelia Engelhardt-Fröhlich (Runder Tisch Neue Wege auf dem Wasser) erklärt hat. Fest steht nur: Die Stadt hat das neue Schild gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, Anliegenden, Ämtern und Behörden entwickelt.

Da nicht nur Schwimmer die Fulda für sich neu entdeckt haben, sondern auch viele Vereine mit Booten aller Art, Angler und Stand-up-Paddler den Fluss seit vielen Jahren nutzen, bestehe die Gefahr, dass diese verschiedenen Gruppen sich ins Gehege kommen, so Nolda. Zudem ist die Fulda als Bundeswasserstraße klassifiziert. „Die Fulda ist kein Badeteich, sondern ein Verkehrsweg.“ Wenn man dort schwimme, sei es so, als ob man auf der Straße Fußball spielt. Das sei nicht verboten, aber man müsse sich an Regeln halten. Je langsamer jemand sich im Wasser bewege, desto näher sollte er sich am Ufer aufhalten, so Nolda.

Besonders Badende seien sich häufig nicht im Klaren darüber, wie schwer sie für Boote zu erkennen sind. „Schwimmende müssen sich daher so verhalten, dass die Schifffahrt nicht behindert wird“, so Wasserschutzpolizist Lorch. In bestimmten Flussabschnitten ist das Baden und Schwimmen in der Fulda deshalb generell verboten:

Lorch machte auch darauf aufmerksam, dass die Strömung, die Trübung des Wassers und das erfrischend kalte Wasser, das aus dem Edersee in die Fulda gelangt, Gefahren bergen können. Es werde deshalb geraten, nicht in unbekannte Gewässer zu springen, da Gefahrenquellen wie zum Beispiel Baumstämme unter Wasser oft nicht sichtbar sind. Vor dem Badevergnügen sollte sich langsam abgekühlt werden, um das Herzkreislaufsystem zu schützen.

Nolda und Lorch wiesen zudem daraufhin, dass es immer wieder zu Problemen wegen der Steganlagen der Wassersportvereine entlang der Fulda komme. Die Stege seien im Privatbesitz und nur zum An- und Ablegen von Booten, aber nicht als Badeplattform genehmigt. Allerdings würden sie oft als Liegefläche von Schwimmern genutzt, was zu Konflikten mit den Vereinen führe. Darüber hinaus sollen die Menschen die Fulda und das Ufer sauber halten. (Ulrike Pflüger-Scherb)

Auch interessant

Kommentare