Nach anhaltenden Regenfällen

Land unter am Hafen in Kassel: Fulda führt leichtes Hochwasser

Schilder, Büsche und Bäume überflutet: Unterhalb der Schleuse hat die Fulda ihr Flussbett verlassen. Der Pegel wird sich vermutlich auch in den nächsten Tagen kaum verändern. Fotos:  Schachtschneider

Kassel. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage ist der Pegel der Fulda vor allem unterhalb der Stadtschleuse deutlich gestiegen.

Teile des Ufers sind überschwemmt, und im Kasseler Hafen ist der Weg zu den Anlagestegen überflutet.

Obwohl weitere Tiefdruckgebiete im Anmarsch sind, sehe es nach den aktuellen Wettervorhersagen derzeit aber nicht so aus, dass es zu einem richtigen Hochwasser kommt, sagt Jiri Cemus vom Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden. Allerdings rechne man damit, dass es auch in den nächsten Tagen wegen der anhaltenden Niederschläge bei einem relativ hohen Pegelstand bleiben wird.

Der höchste Wasserstand, bis zu dem Schiffsverkehr erlaubt ist, sei an der Fulda nur kurzzeitig bei Bonaforth überschritten gewesen, so Cemus. Glücklicherweise hätten sich die Wettervorhersagen der vergangenen Woche nicht erfüllt, nach denen in Hann. Münden ein Weser-Pegelstand von fünf Metern zu erwarten gewesen wäre. „Wir liegen noch unter vier Metern“, sagt der Gewässerkundler, der auch für die Regulierung der Edertalsperre zuständig ist.

Derzeit werde hier weniger Wasser abgegeben, als durch Regenfälle zulaufe. So speichere man im Edersee etwas Wasser ein, um die Pegelstände der Eder, der Fulda und der Weser zumindest begrenzt zu regulieren.

Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) rechnet nach den bisherigen Niederschlagsvorhersagen tendenziell damit, dass sich die Hochwasserlage in Hessen – mit Ausnahme von Rhein und Main – entspannt. Nur an den Unterläufen größerer Gewässer könnten die Wasserstände zeitweise noch leicht ansteigen beziehungsweise auf einem höheren Niveau anhalten. Im Fuldagebiet war gestern lediglich bei Bad Hersfeld die Warnstufe I überschritten. (hei)

Die aktuellen Messwerte und Hochwasservoraussagen sind im Internet unter www.hlug.de einzusehen.

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