Fundgrube für die Hobbygärtner

3000 Besucher kamen zur Pflanzenbörse im Botanischen Garten in Kassel

Pflanzenbörse im Botanischen Garten: Für den Gärtner gab es hier viel zu entdecken. Foto: Schachtschneider

Kassel. Wie Pflanzen gezogen werden und welche Pflege sie brauchen, das lernen die Schüler der Willy-Brandt-Schule, die sich im Bereich Gartenbau/Floristik ausbilden lassen, im Unterricht. „Es ist schön, auch mal eine ganz andere Seite kennenzulernen“, sagt Oguz Altinsoy.

Zusammen mit seinen Klassenkameraden verkaufte er am Sonntag Kürbisse auf der Pflanzenbörse im Botanischen Garten, die dort bereits zum 13. Mal stattgefunden hat. Ausstellungen rund um den Garten werden immer beliebter. Es nehme nicht nur das Interesse an Pflanzen und Gärten zu, sondern an den Produkten, sagt Volker Lange, Abteilungsleiter Botanischer Garten im Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel. „Der Nutzgarten liegt voll im Trend.“ Bei der Pflanzenbörse konnte man sich entsprechend mit Produkten aus der Region eindecken: Neben Kürbissen gab es zum Beispiel Äpfel oder Sträucher, an denen die Früchte im kommenden Jahr im eigenen Garten wachsen können.

Im Unterschied zu anderen Gartenausstellungen ist die Pflanzenbörse nicht kommerziell. Die Besucher zahlen keinen Eintritt und die Standgebühren sind relativ gering. Privatleute zahlten fünf Euro Standgebühr und Gewerbliche 40 Euro, sagt Lange. „Deshalb ist der Verkaufsdruck auch nicht so groß.“

Mehr Bilder von der Pflanzenbörse:

Pflanzenbörse im Botanischen Garten

Nicht in erster Linie um den Verkauf, sondern darum, die Besucher über Raritäten zu informieren, ging es Frank Döring von der gleichnamigen Baumschule in Ahnatal. Bei dem Gärtner kann mann 250 verschiedene Sorten Eichenbäume kaufen. „Die meisten Menschen denken, dass eine Eiche ein ganz großer Baum ist. Dabei gibt es so viele Farben und Formen“, sagt Döring. Wie zum Beispiel die Kugelsumpfeiche, die nur um die 1,50 Meter hoch wird. Das sei eine Sorte, die man sogar in einem großen Kübel auf dem Balkon halten könne.

Das Besondere an der Pflanzenbörse ist, dass Pflanzenliebhaber, denen das Grün über den Kopf gewachsen ist, zu große Exemplare hier abgeben können. Hochgewachsene Yucca-Palmen, ein großer Orlenader, Zitronenbäume und Elefantenfüße wurden im Laufe des Sonntags am Marktplatz gespendet. Die Pflanzen wurden anschließend an Menschen verkauft, die ausreichend Platz dafür haben. Der Erlös kommt dem Botanischen Garten zu Gute. Ein Geschäft, mit dem alle Pflanzenfreunde gut leben können.

Viele der schätzungsweise bis zu 3000 Besucher nutzten den sonnigen Oktobertag auch, um durch den Botanischen Garten zu spazieren und sich an der Herbstpracht zu erfreuen.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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