Cineplex Capitol will zur Europameisterschaft Public Viewing anbieten

Cineplex Capitol will zur EM Public Viewing in der Innenstadt anbieten

Soll Treffpunkt für Fußballfans werden: Das Cineplex Capitol will in der Carde-du-Corps-Straße eine große Videowand installieren. Foto:  Herzog

Kassel. Große Pläne für Fußballfreunde: Das Cineplex Capitol will zur Europameisterschaft im nächsten Jahr eine Großbildwand an der Garde-du-Corps-Straße installieren und zum gemeinsamen Fußballvergnügen einladen.

700 bis 800 Fans sollen die Spiele auf einer 24 Quadratmeter großen Videowand unter freiem Himmel verfolgen können.

In der spielfreien Zeit oder bei wenig attraktiven Spielen sollen auf der Videowand Spielfilme gezeigt und das Areal vor dem Cineplex Capitol zum Open-Air-Kino umfunktioniert werden, für das dann auch Eintritt erhoben wird. Die Fußball-EM findet vom 8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine statt.

Tische und Stühle der Kino-Gastronomie sollen in dieser Zeit durch Bierzeltbänke ersetzt werden. Die Besucher werden sich an Getränkeinseln versorgen können. Mit dem Angebot wolle man nicht das trinkfreudige, sondern ein anspruchsvolles Publikum ansprechen, sagt Kino-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. Man wolle eine kleine, feine Alternative zur Kneipenmeile an der Friedrich-Ebert-Straße bieten, die stets Tausende Fußballfans anzieht.

Das Cineplex Capitol wird laut Schäfer eine fünf- bis sechsstellige Summe in das Angebot stecken. „Es ist ein wirtschaftliches Risiko“, sagt er. Allein die sechs Meter breite und vier Meter hohe Videowand koste 40 000 Euro. Sie habe dieselbe Qualität wie die Videowand im Auestadion, sodass man auch beim Blick von der Seite und bei Tageslicht alles gut sehen könne.

Doch noch müssen Details geregelt werden. „Wir sind dabei, das mit der Stadt zu klären“, sagt Schäfer. Unklar sei etwa noch, ob die Garde-du-Corps-Straße für das Public Viewing in diesem Bereich komplett gesperrt wird oder, was wahrscheinlicher sei, eine schmale Passage für Passanten frei bleibt. Das Cineplex Capitol muss auch ein Sicherheitskonzept vorlegen, das mithilfe eines Unternehmens aus der Branche erarbeitet wird.

Ob das Public Viewing für die Fußballfreunde im documenta-Jahr kommt, werde sich voraussichtlich Ende Januar entscheiden. „In anderen Städten hat das sehr gut funktioniert“, sagt Schäfer. Als Beispiele nennt er unter anderem Aachen und Leverkusen.

Nach Auskunft von Ordnungsamtsmitarbeiter Günter Gropengießer hat es bislang lediglich ein erstes informelles Treffen gegeben, bei dem der Stadt die Wünsche vorgetragen worden seien.

Die Stadt könne das Vorhaben erst dann beurteilen, wenn neben dem Sicherheitskonzept unter anderem Aussagen zum Veranstaltungsablauf und der Lärmentwicklung vorlägen. Zudem müssten die Anlieger mit dem Vorhaben einverstanden sein.

Von Ellen Schwaab

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