Kunden des Fachmarktzentrums kommen nur schwer über die Heiligenröder Straße

Fußgänger in Gefahr

Für Fußgänger schwierig zu überqueren: Die Heiligenröder Straße in Bettenhausen in Höhe des neuen Fachmarktzentrums (im Hintergrund) an der Tankstelle Zufall. Fotos: Schachtschneider

Bettenhausen. Für Fußgänger ist es schwer, sicher über die Heiligenröder Straße zum neuen Einkaufszentrum an der Tankstelle Zufall zu gelangen. Das Überqueren der viel befahrenen Straße sei lebensgefährlich, klagen Anwohner aus dem Wohnquartier Eichwald.

Die Einkaufsmöglichkeiten auf dem Tankstellen-Areal an der Einmündung der Gecksbergstraße nutzen inzwischen auch viele Fußgänger. In dem Neubau auf dem Gelände hatten sich 2012 die Firmen Netto, Ernstings Family, Takko Fashion, dm-Drogeriemarkt, K+K Schuh-Center, Friseur Klier, Das Futterhaus für Tiernahrung, Plücker Backwaren und Karas-Grill angesiedelt. Wegen der zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten hat auch der Fußgängerverkehr zum Fachmarktzentrum mit 3800 Quadratmetern Verkaufsfläche deutlich zugenommen.

„Verbesserungen für Fußgänger aus der Eichwaldsiedlung sind nötig“, sagt Bettenhausens Ortsvorsteher Enrico Schäfer (SPD). Der Kreuzungsbereich Heiligenröder Straße, Speeler Weg sowie Bunte Berna sei sehr unübersichtlich, das Verkehrsaufkommen auf dem Autobahnzubringer hoch. „So, wie die Situation ist, muss eine Lösung gefunden werden“, fordert Schäfer. Das könne eine Fußgängerampel, aber auch ein Überweg mit Zebrastreifen oder zumindest eine schützende Mittelinsel für Fußgänger sein. Schäfer erinnert daran, dass einst eine Beteiligung an den Kosten eines Überwegs durch den Betreiber des Einkaufszentrums erörtert worden sei. So habe auch SMA am Firmenneubau für einen sicheren Fußgänger-Überweg über die Dresdener Straße gesorgt.

Eine Insel als Überquerungshilfe für die Heiligenröder Straße war 2010 etwa 300 Meter weiter in Höhe des Rewe-Marktes und der Gärtnerei Omonsky gebaut worden, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu erhöhen. Auch damals hatte der Ortsbeirat mehr Sicherheit gefordert.

Eine Verkehrszählung hatte aber ergeben, dass auf der Heiligenröder Straße zwar annähernd 11 000 Autos täglich unterwegs sind, die Zahl der Fußgänger aber nicht für einen Ampelüberweg ausreicht. Deshalb wurde eine Mittelinsel auf die Straße gebaut, die das Überqueren der Straße erleichtern soll. Als erwünschter Nebeneffekt gilt, dass Raser auf der Straße an dieser Stelle heruntergebremst würden.

Den Verkehrsexperten der Polizei gilt die Heiligenröder Straße in Höhe des Einkaufszentrums bisher nicht als Problem, erklärt Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Schwierigkeiten für Fußgänger seien bisher nicht an die Polizei herangetragen worden. Von der Stadt Kassel gab es gestern noch keine Stellungnahme zu der Forderung nach mehr Sicherheit für Fußgänger beim Überqueren der Straße.

Von Jörg Steinbach

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