Thea Schneider und Helmut Brunn päppeln Vogel auf

Futter für die Amsel

Hungriger Piepmatz: Mit Katzenfutter wird diese Amsel aufgepäppelt. Tierpfleger raten indes, Insekten und Würmer den Wildvögeln als Nahrung anzubieten. Fotos: Koch

Kassel. Klein, fast nackt, aber mit kräftiger Stimme ausgestattet, lag der winzige Vogel auf dem Rasen vor dem Nussbaum. Thea Schneider und Helmut Brunn überlegten keinen Augenblick. Sie polsterten einen Karton mit Zeitung und Gras, setzten die winzige Amseldame ins warme Nest und adoptierten sie.

Von da an beschleunigte sich das Leben der beiden Wolfsangerer erheblich. Spätestens alle zwei Stunden bestellte sich „Piep“, wie der Vogel getauft wurde, bei seinen Gasteltern mit lauter Stimme und weit aufgerissenem Schnäbelchen sein Essen.

„Sie können sich kaum vorstellen, in welch einem Tempo so ein Tier wächst. Man sieht förmlich die Federn wachsen.“ Nachts schläft die Amsel in einer Abstellkammer mit Fenster, am Tag ist unter dem Baum, an dem sie gefunden wurde, ein Netz gespannt. Das schützt sie vor Feinden und natürlich auch vor Lumpi. Die Katze ist beleidigt, weil ihre Halter so viel Aufmerksamkeit auf den neuen Gast verwenden. Und weil sie ihr Futter mit dem Vogel teilen muss: Helmut Brunn fütterte vom ersten Tag an mit Katzenfutter.

Dorothee Schmidt vom Kasseler Tierheim Wau-Mau-Insel rät indes, nach Würmern zu buddeln: „Besser bekommt der Amsel, was sie auch in freier Wildbahn findet.“ Das Tierheim selbst darf keine Wildvögel aufnehmen. Adressen für Auffangstationen in der Region und Tipps zum Aufpäppeln gibt es auf der Internetseite www.wildvogelhilfe.org (lok/abe)

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