Schießen statt hieven

Regionalmeisterschaft in Kassel: 160 Gabelstaplerfahrer bewiesen ihr Können

Kassel. Noch kniffliger als im Alltagsgeschäft war so manche Aufgabe, die die 160 Gabelstaplerfahrer bei der Regionalmeisterschaft in Kassel bewältigen mussten.

Gabelstapler fahren ist beim Kasseler Düngemittelhersteller K+S ein anspruchsvoller und zuweilen gefährlicher Job. Die Fahrer transportieren auf den Gabeln ihrer 3,80 Meter großen Fahrzeuge im Kali-Bergwerk Philippsthal Maschinenteile und sogar Sprengstoff unter Tage. Beim Lindig-Cup, der Regionalmeisterschaft für Gabelstaplerfahrer, am Wochenende auf dem Gelände von SMA Logistik, waren die Fahrzeuge deutlich kleiner, die Aufgaben aber häufig kniffliger als im Alltagsgeschäft. Jens Bendrich, Leiter des siebenköpfigen „Hochstapler“-Teams von K+S zeigte Respekt: „Hier brauchst du das richtige Maß an Tempo und Geschicklichkeit“, sagte er.

Das bekam auch Uwe Fischer vom Solarspezialisten SMA zu spüren. Das Unternehmen hat den Regionalentscheid zum ersten Mal ausgerichtet, nachdem es beim Wettbewerb im Vorjahr mit einem Team in Eisenach gestartet war. Fischer versuchte sich mit der Gabel seines Gefährts im Toreschießen. Doch nur einmal traf er ins Schwarze. Der Wettkampf-Stapler habe einen anderen Antrieb und eine andere Lenkung, sagte Fischer hinterher: „Das ist ganz schön schwer.“

Andere Disziplinen erforderten ähnliches Fingerspitzengefühl: Eine Scheibe mussten die Wettbewerber mit der Gabel an einer Säule aufhängen, einen Basketball auf einen hohen Mast balancieren. Eine weitere Aufgabe entsprach wohl eher dem Berufsalltag vieler Fahrer, das Slalomfahren mit einer Palette Bierkisten auf der Gabel.

Kasseler beim Bundesentscheid 

Beim Bundesentscheid der Gabelstaplerfahrer in Aschaffenburg wird ein Kasseler die Region vertreten: Mario Leibing von der Raiffeisenwarenzentrale Kassel kam beim Regionalwettkampf auf den zweiten Platz. Den ersten Platz sicherte sich zum wiederholten Mal Markus Enke von der Firma Clopay aus Aschersleben (Thüringen). Sein Firmenkollege Jan Stein belegte wie Leibing den zweiten Platz, der doppelt vergeben wurde, und fährt ebenfalls nach Aschaffenburg.

Die Mannschaft der Fahrzeuginstandhaltung der Deutschen Bahn belegte in der Teamwertung den dritten Platz. (pdi)

Rubriklistenbild: © Foto: Dilling

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