Regionalmanagement will Nordhessen damit attraktiver machen

Gästekarte soll für mehr Urlauber sorgen

Gezielt die Region vermarkten: Neben Produkten wie Wein oder Marmelade will die Grimm-Heimat eine Gästekarte einführen, um mehr Besucher nach Nordhessen zu locken und die Attraktivität zu steigern. Foto: Träger / nh

Nordhessen. Die Grimm-Heimat Nordhessen plant, für die gesamte Region eine Gästekarte einzuführen. Ein Ziel ist es, mehr Urlauber nach Nordhessen zu locken und diesen mit den Vergünstigungen der Karte erlebnisreiche Tage zu bieten. Nach HNA-Informationen hat das Regionalmanagement eine Studie in Auftrag gegeben, deren positives Ergebnis nun vorliegt.

Kostenloser Nahverkehr

Mit der Karte könnten Urlauber das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs umsonst nutzen und Vergünstigungen in Freizeiteinrichtungen wie Bädern und Museen erhalten. Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements, sagt zu den Planungen: „Damit würde die Grimm-Heimat Nordhessen wesentlich bekannter und attraktiver werden.“ Schach sieht in der Einführung der Gästekarte ein optimales Instrument, um die Verknüpfung der Region voranzutreiben und die Dachmarke Grimm-Heimat zu etablieren.

Bisher gibt es ein ähnliches Kartenmodell, die Hochschwarzwaldcard, das erfolgreich läuft, sagt Willingens Tourismus-Manager Ernst Kesper, der bei den Planungen beteiligt war. Ergebnis der Studie ist eine „All-Inclusive-Card“, die Urlauber bei ihrer Reise nach Nordhessen im Preis direkt mitbuchen. Der Gast bekäme die Karte an der Rezeption ausgehändigt und könnte alle Vergünstigungen nutzen. Bei sieben Millionen Übernachtungen in Nordhessen im vergangenen Jahr seien 100 000 zusätzliche Übernachtungen realistisch, sagt Kesper. Die Einführungszeit betrage ein bis zwei Jahre, nach drei Jahren hätten sich die Investitionskosten von 300 000 Euro amortisiert.

Etwas zurückhaltender ist man bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Ulrich Spengler steht der Gästekarte zwar aufgeschlossen gegenüber. Doch müssten noch Details wie etwa die genaue Finanzierung geklärt werden.  

Von Nicolai Ulbrich

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