Vielfalt bei Regula und Hans-Georg Ohlmeier

Serie „schöne Gärten“: Ein Garten wie aus dem Bilderbuch

Kassel. Wilder Wein, Kletterhortensien und Efeu machen den Essplatz neben der Küche zum grünen Freiluftzimmer. Dazu gesellen sich Palmen in großen Kübeln und mediterrane Kräuter wie Basilikum und Rosmarin – eine Hommage an Italien.

In dem großen Garten ihres Hauses in Kirchditmold hat Regula Ohlmeier wie in einem Bilderbuch gleich mehrere Erinnerungen verewigt: an Urlaube in warmen Gefilden und an die Gärten ihrer Kindheit in Westfalen.

Aktualisiert am 10. August um 10.44 Uhr

Fünf Jahre hat die Leiterin des städtischen Umwelt- und Gartenamtes gepflastert und gepflanzt, Schotter und Tuffsteine herbeigeschafft und daraus ein grünes Paradies geschaffen. Strenge Buchsbaumhecken, Reminiszenz an die Bauerngärten ihrer westfälischen Heimat, wechseln sich mit üppigen Stauden ab. „Ich lasse gern die Formen ineinander fließen“, sagt die Landschaftsplanerin und Gärtnerin, die mit ihrem Ehemann, dem Architekten Hans-Georg Ohlmeier, seit 20 Jahren in Kirchditmold lebt. Sonnenhut und Rosen, Fuchsien und Glockenblumen, Salbei, Lorbeerbaum, Verbenen und Oleander – hier ist für alles Platz. Auch für Pfingstrosen aus Opas Garten und Schneeglöckchen, die einst neben ihrem Elternhaus wuchsen. Und für viele Pflanzen, die sie von ihren Reisen mitgebracht hat. „Wenn ich was Schönes sehen, nehme ich es mit.“

Aus einem Quellstein an der Terrasse sprudelt Wasser, läuft von dort durch eine lange Granitrinne. Auf den Treppenstufen wachsen kleine Blaukissen. Das leise plätschernde Wasser und die alten Bäume des einstigen Gartengrundstücks, darunter eine über 80 Jahre alte Süßkirsche, sorgen für angenehme Kühle. Gegossen wird mit Zisternenwasser, im Frühjahr kommt Kompost auf die Stauden - viel mehr braucht es nicht. Ihr Rat: den Garten anlegen, den man möchte, und nicht den Modetrends folgen.

Bilder des Gartens

Serie „schöne Gärten“: Ein Garten wie aus dem Bilderbuch

Um den 500 Quadratmeter großen Garten aus allen Winkeln genießen zu können, hat die 55-Jährige mehrere Sitzecken geschaffen. Gleich neben der Haustür gibt es einen idyllischen Frühstücksplatz für zwei, unter den alten Bäumen laden weich gepolsterte gusseiserne Stühle zum entspannten Plausch ein. Ein kariertes Tischtuch, ein paar Kräuter - mehr braucht die Hausherrin nicht, um sich wie in Frankreich zu fühlen.

Von Ellen Schwaab

Rubriklistenbild: © Fischer

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