Die Natur ist früh dran

Gartenexperte: Nach mildem Winter drohen Insekten und Schneckenplage

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Kirschblüte im Garten des Schlösschens Bellevue: Mit Blick auf die Neue Galerie und das Grimm-Museum sonnt sich hier eine etwas schnippische Märchenprinzessin.

Kassel. Die Natur ist in diesem Jahr früh dran: Es blüht und grünte schon lange vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn am vergangenen Donnerstag. Hobbygärtner, Spaziergänger und Biergartenbesucher genossen schon viele sonnige Stunden. Doch der milde und abgekürzte Winter hat auch seine Schattenseiten.

Es könnten eventuell Plagen von Insekten und Schädlingen drohen. So müssten Gärtner vermehrt mit Schäden durch Schnecken rechnen, sagt Prof. Dr. Ewald Langer, Leiter des Fachbereichs Ökologie an der Universität Kassel. Durch die milde feuchte Witterung könnten Insekten auch besser über den Winter gekommen sein. Ein vermehrter Schädlingsbefall sei deshalb nicht unwahrscheinlich.

Langer: „Starker Frost im Winter ist ein Regulativ.“ Und sollte sich der Frost noch einmal mit kalter Hand auf empfindliche Knospen und Pflänzchen legen, könnte die Ernte in diesem Jahr schlechter ausfallen.

Gartenexperte: Prof. Dr. Ewald Langer leitet den des Fachbereich Ökologie an der Universität Kassel

Denn die Natur ist bereits sehr weit, sagt Langer. So sind die Knospen der Obstbäume kurz vor dem Aufspringen. „Es kann aber bis Ende April immer noch mal sehr kalt werden“, sagt Langer. „Dann ist alles wieder erfroren.“

Zudem hat es im März bislang nicht viel geregnet. So hätten die Bauern Sorge, dass es für ihre Pflanzen und Aussaat zu trocken sein könnte.

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