Defekte Pumpe im Technikraum schuld

Nach Gasaustritt: Eissporthalle wieder freigegeben

Kassel. Einsatz an der Kasseler Eissporthalle: Die Feuerwehr sperrte am Montagmorgen die Halle ab. Grund war ein Gasaustritt im Technikraum. Mittlerweile wurde das Leck gefunden - seit 14 Uhr ist die Eissporthalle wieder geöffnet.

Eine Pumpe war defekt, die nun ausgetauscht wird.

„Wir haben großes Glück gehabt, dass uns das nicht am Sonntag beim Fußballturnier passiert ist“, sagte Stefan Traut, Geschäftsführer des Eishallenbetreibers KEBG, am Montagvormittag. Dann hätten die knapp 3500 Zuschauer nämlich die Eishalle verlassen müssen.

Am Montagmorgen war nur der Eismeister in der Halle, als die Warnlampen im Technikraum angingen. Zwei Lampen, die anzeigen, dass Ammoniak austritt. Der Eismeister verständigte Traut, der alarmierte gegen 10.35 Uhr die Feuerwehr, die umgehend mit 38 Leuten anrückte.

Laut Einsatzleiter Reiner Werner war eine „geringe Menge Gas“ im Technikraum ausgetreten. Es handelte sich um Ammoniak - Gas, mit dem das Eis in der Eissporthalle gekühlt wird. Zunächst habe nicht lokalisiert werden können, wo das Leck war, sagt Werner. Feuerwehrleute unter Atemschutz und in Chemikalien-Schutzanzügen erkundeten den Technikraum mit seinen vielen Rohren und Leitungen. Nachdem die Anlage abgestellt worden war, so Werner, habe die Ammoniakkonzentration merklich abgenommen. Daraufhin habe der Technikraum ohne Gefahr von den Einsatzkräften betreten werden können. Zudem wurden Mitarbeiter der Firma gerufen, die für die Wartung der Ammoniakanlage verantwortlich ist.

Gegen Mittag stand dann fest: Das Leck war an einer defekten Pumpe im Technikraum aufgetreten, die umgehend getauscht werden sollte. Die Eishalle wurde daraufhin um 14 Uhr wieder geöffnet.

Aktualisiert um 14.55 Uhr

Laut Einsatzleiter habe eine Gefährdung für Menschen außerhalb der Eissporthalle zu keiner Zeit bestanden, da nur sehr geringe Mengen des Gases ausgetreten seien. In großen Mengen sei Ammoniak gefährlich. Der Vorteil an diesem Gas sei allerdings, dass man es durch seinen beißenden Geruch sehr früh wahrnehme. Ammoniak wirke reizend und ätzend, wenn es eingeatmet werde.

Fotos: Einsatz an der Eissporthalle

Gasaustritt in der Kasseler Eissporthalle

Immer wieder kommt es zu Ammoniak-Unfällen in deutschen Eishallen. Ende November 2012 war erst im Eissportzentrum Pforzheim durch ein Leck in der Leitung der Kühlanlage das für die Atemwege gefährliche Gas ausgeströmt. (use)

Mehr im Laufe des Tages an dieser Stelle.

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