Bürogebäude entsteht neben Fraunhofer am Hauptbahnhof

Gascade baut neue Firmenzentrale in Kassel

Planung startet dieses Jahr.: Auf dem Areal neben den Gleisen baut Gascade seine Zentrale
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Planung startet dieses Jahr.: Auf dem Areal neben den Gleisen baut Gascade seine Zentrale

Der in Kassel beheimatete Erdgas-Fernleitungsnetzbetreiber Gascade baut seine neue Firmenzentrale auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs neben dem Hauptbahnhof.

Kassel - Damit entsteht auf dieser Brachfläche neben dem Fraunhofer-Institut bereits der zweite große Neubau. „Mit dieser Entscheidung bleiben wir unserem Standort Kassel treu“, kommentierte eine Unternehmenssprecherin das Vorhaben.

Gascade plant auf dem 16 560 Quadratmeter großen Grundstück – dies entspricht etwa der Fläche von zwei Fußballfeldern – ein Bürogebäude mit Parkplatz. Das Baugrundstück hatte der Konzern von der Stadt Kassel erworben. Die Planungen für die neue Deutschland-Zentrale würden dieses Jahr erst beginnen, so die Sprecherin weiter. Wie das Gebäude aussehen solle, stehe noch nicht fest. Auch zum Investitionsvolumen äußert sich die Firma noch nicht. Klar ist indes: Der Bürobau wird mindestens 320 Mitarbeitern Platz bieten. Aktuell arbeiten im Konzern zwar insgesamt fast 480 Menschen, ein Teil davon aber auf 14 Außenstellen verteilt.

Eine Rolle für die Standortentscheidung spielte für Gascade die „ausgezeichnete Anbindung an den Nahverkehr“. Zum Hauptbahnhof sind es nur wenige Meter.

Derzeit liegt der Firmensitz von Gascade an der Kölnischen Straße 108-112. Dort hatte das Unternehmen vor fast zehn Jahren Büroflächen vom Versicherer im Raum der Kirchen (früher Bruderhilfe) angemietet.

Die Entscheidung, das Grundstück am Bahnhof an Gascade zu veräußern, hat nach Auskunft von Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) nicht zufällig stattgefunden. Es sei bei der Entwicklung des Baulandes beschlossen worden, dort eine weitere Ansiedlung aus dem Bereich der Energiewirtschaft zu ermöglichen. „Es sollte im Kontext mit dem Fraunhofer Institut funktionieren“, so Nolda. Es handele sich schließlich um eine „Top-Lage“. Nun sei das dortige Bauland aber weitestgehend erschöpft.

Gascade plant, baut und betreibt Erdgasinfrastruktur in Deutschland. Die Firma hieß bis 2012 Wingas Transport GmbH und war ein Schwesterunternehmen des Gashändlers Wingas. An Gascade sind der Chemiekonzern BASF und die russische Gazprom zu je 50 Prozent beteiligt. Das Unternehmen ist Eigentümer eines fast 3000 Kilometer langen Transportnetzes. Durch dieses fließt Erdgas aus Quellen in Russland und Nordwesteuropa. (Bastian Ludwig)

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