Im Vergleich erhöhen Städtischen Werke ihre Preise moderat

Gaspreis der Städtischen Werke steigt 2022 um 15 Prozent

Auch CO2-Abgabe erhöht Gaspreis: Städtische Werke geben Steuer ab 1. Februar an ihre Kunden weiter.
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Auch CO2-Abgabe erhöht Gaspreis: Städtische Werke geben Steuer ab 1. Februar an ihre Kunden weiter.

Die Energiepreise sind weltweit explodiert. Für die Kasseler, die bei den Städtischen Werken unter Vertrag sind, fällt der Anstieg bei den Gas- und Strompreisen im nächsten Jahr aber noch moderat aus.

Kassel - Während der durchschnittliche Aufschlag der deutschen Versorger auf den Gaspreis bei knapp 25 Prozent liegt, erhöhen die Städtischen Werke diesen zum 1. Februar nur um etwa 15 Prozent. Vom steigenden Strompreis sollen die Kunden gar nichts spüren, weil ab 2022 die EEG-Umlage deutlich sinkt und somit der Effekt aufgehoben wird.

„Jetzt zahlt sich unsere konservative und langfristige Beschaffungspolitik aus“, sagt Olaf Hornfeck, Vertriebsvorstand der Städtischen Werke. Weil das Unternehmen immer drei Jahre vor der Belieferung damit beginne, für das jeweilige Jahr Gas und Strom in mehreren Tranchen einzukaufen, wirke sich der jüngste Preisanstieg nicht so massiv aus. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es auf den Märkten jüngst eine Verachtfachung der Gas- und eine Vervierfachung der Strompreise gegeben habe, ergänzt sein Kollege Frank Hoster.

Nach Berechnungen der Städtischen Werke wird es über alle Kasseler Kunden gerechnet beim Gas eine durchschnittliche Kostensteigerung von 100 Euro im Jahr geben. Weil unter den 34 000 Gaskunden viele Einfamilienhaushalte sind, liegt die Belastung für eine vierköpfige Familie höher: Diese muss mit 150 bis 200 Euro Mehrkosten rechnen.

Strom ist zwar auch teurer geworden, durch die frühzeitige Beschaffung und das Absinken der EEG-Umlage wird dies für die 70 000 Stromkunden aber nicht spürbar werden, so Hornfeck. Wer einen Vertrag mit längerer Preisbindung hat, bleibt davon ohnehin unberührt.

Der massive Anstieg der Energiepreise hat mehrere Ursachen. Zum einen gibt es durch die wieder anziehende Konjunktur weltweit eine hohe Nachfrage. Zudem steigt zum Jahreswechsel die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne. Auch der zurückliegende kalte Winter hat dafür gesorgt, dass die deutschen Gasspeicher leer sind. Ab 2023 wird mit sinkenden Preisen gerechnet. (Bastian Ludwig)

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