Eckhaus wird entkernt und umgebaut - Neuartiges Bäckerei-Restaurant soll ins Erdgeschoss

Gastro-Kette startet am Stern

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Hinter Netzen und Gerüsten tut sich was: Das Eckgebäude mit dem früheren Schlecker-Markt wurde von zwei Unternehmern aus Südosthessen gekauft, die das Haus gerade vollständig umbauen und von der hohen Fußgängerfrequenz am Stern profitieren wollen.

Kassel. Am Stern steht eine bauliche und gastronomische Aufwertung bevor: Das Gebäude Kurt-Schumacher-Straße 11 an der Ecke zur Unteren Königsstraße wird nach kompletter Entkernung derzeit völlig neu hergerichtet.

Im Erdgeschoss, wo sich ein Schlecker-Markt befand, will ein Investor eine große Systemgastronomiefläche mit Außensitzplätzen schaffen. Die oberen Stockwerke will das Medizinische Versorgungszentrum „Meditürk“ nutzen, das sich zurzeit an der Kreuzungsseite schräg gegenüber befindet.

Vor gut einem Jahr haben die Unternehmer Hagen Mootz (Gelnhausen) und Dieter Beckmann (Darmstadt) den heruntergekommenen Nachkriegsbau von einem Frankfurter Vorbesitzer erworben - vor allem mit Blick auf die gastronomischen Möglichkeiten an dem belebten Fußgängerbrennpunkt, wie Mootz auf Anfrage der HNA erläuterte.

Die neuen Eigentümer haben Investoren-Erfahrung mit verschiedenen mittel- und südhessischen Standorten der Bäckereidiscounterkette Back Factory. In Kassel wollen sie nun mit einem ganz neu entwickelten Konzept der Systemgastronomie an den Start gehen, sagte Mootz. Dafür solle der Standort am Stern „Pilotprojekt und Flaggschiff“ werden und von dort auf andere Städte übertragen werden.

Am Namen und an den Feinheiten werde derzeit mit Hochdruck gefeilt. „Wir sind dabei, eine eigene Marke zu entwickeln“, sagte Mootz. Was herauskommen soll, bezeichnet der vielseitig aktive Unternehmer als Back-Gastronomie: „Bäckerei am Morgen - das kann jeder.“ Mit vielfältigen Zusatzangeboten zu Brötchen und sonstigem Gebäck sowie mit einer gewissen Aufenthaltsqualität solle die Kundenfrequenz bis zum späten Abend aufrechterhalten werden. Mootz stellt sich ein Ladenlokal vor, „wo man frühmorgens seine Brötchen holt, mittags einen frischen und günstigen Imbiss bekommt und wo Studenten abends zu Pizza oder Flammkuchen ein Glas Wein trinken können“.

130 Plätze und 30 Mitarbeiter

Im Erdgeschoss des Eckgebäudes werde es viel geräumiger zugehen als in einer üblichen Bäckereifiliale. Das Lokal werde samt Außenbestuhlung rund 130 Plätze bieten und etwa 30 Mitarbeiter beschäftigen, sagte der Investor, der nach eigenen Angaben zwischen zwei und drei Millionen Euro in den Standort steckt.

Die Kreuzung am Stern sei für das Vorhaben ausgesprochen interessant - zum einen wegen der vielen Studenten, zum anderen wegen der langen Tageszeitspanne, zu der Fußgänger dort unterwegs sind. Gestaunt hat der Gelnhäuser Unternehmer, als er erfuhr, dass die Imbisslokale am Stern zum Teil bis vier, fünf Uhr morgens geöffnet haben.

Auch für sein Bäckerei-Restaurant seien lange Öffnungszeiten geplant - von 4.30 Uhr in der Frühe bis um 22 Uhr „oder auch noch länger“, sagte Mootz. Im Lauf der zweiten Jahreshälfte solle Eröffnung sein - nicht jedoch bevor das Konzept für die neue Back- und Imbisskette in allen Einzelheiten stehe.

Von Axel Schwarz

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