Schulträger bekommen doppelt so viel Geld für Schüler aus Nachbarkommunen

Gastschulbeitrag wird erhöht

Gastschüler: Das Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasium ist eine von zwei Landkreis-Schulen, die auch von Stadtschülern besucht wird. Foto: Herzog

Kassel. Der Landkreis Kassel zahlt künftig höhere Gastschulbeiträge für seine Schüler, die Kasseler Gymnasien besuchen. Im Gegenzug zahlt die Stadt mehr für Stadtschüler, die auf Landkreisgymnasien gehen. Entsprechende Verhandlungen zwischen Stadt- und Kreisverwaltung haben ergeben, dass der Gastschulbeitrag jetzt verdoppelt wird. Danach müssen im Jahr pro Schüler 948 Euro gezahlt werden. Für die Stadt bedeutet das jährlich 565 482 Euro mehr in der Kasse.

Der bislang gezahlte und vom Land Hessen festgelegte „einfache Gastschulbeitrag“ in Höhe von 474 Euro sei nur zur Hälfte kostendeckend gewesen, erklärte Schuldezernentin Anne Janz.

Derzeit besuchen 1889 Landkreis-Kinder die Kasseler Gymnasien Albert-Schweitzer-Schule, Friedrichsgymnasium, Goethe-Gymnasium und Wilhelmsgymnasium, das Oberstufengymnasium Jacob-Grimm-Schule und die Kooperative Gesamtschule Heinrich-Schütz-Schule, Gymnasialzweig ab Klasse 5. Damit machen die Landkreiskinder 40 Prozent der Schüler an Kasseler Gymnasien aus.

Bei den Landkreis-Schulen handelt es sich um das Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasium und das Oberstufengymnasium Herderschule. Sie werden von 696 Stadtkindern besucht.

Janz äußerte sich erleichtert über das „gute und einvernehmliche“ Resultat. Die Vielfalt der Gymnasien „mit ihren unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen und attraktiven Angeboten“ könne so erhalten bleiben. Bernd Heger vom städtischen Schulverwaltungsamt sagt: „Alle Beteiligten sind jetzt froh, dass wir eine vom Regierungspräsidenten (RP) akzeptierte Regelung gefunden haben.“ Der Landkreis Kassel hatte in den Jahren 2007 und 2008 pauschal je 500 000 Euro Gastschulbeitrag an den Schulträger Stadt Kassel gezahlt. Weil das aber eine freiwillige Leistung war, hatte der RP diese Zahlungen später aus Spargebotsgründen untersagt.

Von der Erhöhung der Gastschulbeiträge ausgenommen sind berufliche Schulen, obwohl diese von einer großen Zahl an Schülern auch aus anderen Landkreisen besucht werden. KOMMENTAR

Von Christina Hein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.