Dr. Dirk Boll rückte in innersten Führungszirkel des Unternehmens auf

Gebürtiger Kasseler an der Spitze des Auktionshauses Christie's

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Jetzt einer von drei Präsidenten bei Christie’s: Dr. Dirk Boll arbeitet seit 1998 für das weltberühmte Londoner Auktionshaus.

Kassel. Ein gebürtiger Kasseler und früherer Friedrichsgymnasiast ist in die höchste Führungsspitze von Christie’s in London aufgerückt. Dr. Dirk Boll wurde jetzt zu einem von drei Präsidenten des weltberühmten Auktionshauses berufen.

Bisher war Boll für das koninentaleuropäische Geschäft des Unternehmens Christie’s verantwortlich. In seiner neuen Funktion verantwortet der 46-Jährige neben Europa auch den Auktionshandel mit kostbarer Sammlerkunst im Mittleren Osten, Indien und in Russland.

Der Jurist mit Aufbaustudium Kulturmanagement ist seit 1998 für das Auktionshaus tätig. Nach Stationen in Stuttgart und Zürich hat Boll seit 2011 seinen Dienstsitz in der britischen Hauptstadt, wo er sich nun hauptsächlich um Strategiefragen und um eine höchst erlesene und anspruchsvolle Sammlerkundschaft kümmert.

Als Professor unterrichtet Boll seit 2001 am Institut für Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. Er hat mehrere Bücher zum Thema Kunstmarkt geschrieben und veröffentlicht dazu regelmäßig Artikel in internationalen Zeitungen und Magazinen.

Privat hat Boll ein Faible für klassische Autos, speziell für den Typ Porsche 911. Mehrere Exemplare sind im Raum Kassel untergestellt, in der alten Heimat und bei den Eltern in Kaufungen schaut Boll alle paar Monate vorbei. Im vergangenen Herbst hatte der internationale Kunstmarktexperte in Kassel einen Vortrag über klassische Autos als Wertanlage gehalten.

Was ihn außerdem immer wieder mit Kassel verbindet, ist die documenta. Bereits zu Studentenzeiten hat Dirk Boll im Team der Weltkunstschau gejobbt. Die Presseabteilung von Christie’s betonte bei der Vermeldung der Personalie, dass Boll seit frühen Jahren von dem internationalen Kunstereignis in seiner Geburtsstadt geprägt worden sei. Natürlich freue er sich auf den bevorstehenden documenta-Sommer, sagte Boll gegenüber der HNA: Er habe gerade das Zugticket nach Kassel sowie auch Flüge nach Athen gebucht.

Der Chef von Christie’s, Guillaume Cerutti, würdigte Boll als als wahren Kunstkenner mit Scharfsinn und langbewährter kommerzieller Erfahrung. Das 1766 gegründete Auktionshaus ist weltweit führend auf dem Kunstmarkt, machte 2015 einen Umsatz von 7,4 Milliarden Dollar und ist in 46 Ländern präsent. Eigentümer von Christie’s ist der französische Milliardär François Pinault, der auch Luxus- und Lifestylekonzerne wie Gucci und Puma besitzt.

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