1500 Erstsemester bei Empfang im Rathaus – Erstmals Sicherheitsdienst eingesetzt

Mit Gedränge ins Studium

Startschuss fürs Studium: Sebastian Schmidtke (20) aus Hannover und Angelika Köpplin (19) aus Vellmar haben sich beim Erstsemesterempfang im Rathaus einen Platz auf der Empore gesichert. Fotos: Herzog

Kassel. Das Gedränge im Rathaus beim Erstsemesterempfang war die passende Einstimmung aufs Studium: Auch an der Uni werden die 4600 neuen Studienanfänger vermutlich häufig in rappelvollen Hörsälen und Seminarräumen sitzen. So voll wie in diesem Wintersemester war die Universität Kassel noch nie: Mit 22 200 Studierenden ist der Höchstwert vom Vorjahr noch mal deutlich übertroffen worden.

Um von dem Andrang der Erstis nicht überrollt zu werden, hatte die Stadt erstmals einen Sicherheitsdienst für den Empfang engagiert. Mit etwa 1500 Studienanfängern, die zum Teil auch ihre Eltern oder Großeltern mitgebracht hatten, wurde es aber nicht voller als in den Vorjahren. Wir baten einige von ihnen, mit einem Schild zu zeigen, warum sie in Kassel studieren.

„Sie haben die beste Wahl getroffen“, gratulierte Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Erstsemestern – und nutzte gleich die Gelegenheit, dafür zu werben, dass die Neuankömmlinge auch ihren Wohnsitz nach Kassel verlegen. Für Schnellentschlossene hatte das Bürgerbüro extra länger geöffnet. „4600 Anfänger können nicht irren: Sie sind hier richtig“, hieß auch Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep die neuen Studenten willkommen. Christina Walz, Geschäftsführerin des Studentenwerks, zeigte sich erleichtert, dass die Mensa nach der Umbaupause rechtzeitig zum Semesterbeginn wieder geöffnet hat. Noch seien die Bauarbeiten nicht beendet, der neue Speisesaal werde aber im Dezember fertig. Zumindest in der Mensa wird sich der Studentenansturm dann entzerren. Lea Heidbreder, Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta), appellierte an ihre neuen Kommilitonen, sich auch politisch zu engagieren. Zumindest mit dem Gang an die Urne bei den Hochschulwahlen zu Jahresbeginn hin: „Gebt eurer Meinung auch eine Stimme!“

Um die Gunst der neuen Studenten warben mit Begrüßungspäckchen, Handzetteln, Kulis und Gummibärchen in den Rathausfluren auch viele Institutionen, Kulturveranstalter, Parteien und Ausgeh-Magazine.

Von Katja Rudolph

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.