HNA-Kommentar

Gefährliche Bruchbude - Frank Thonicke über die Eishalle

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Frank Thonicke, Leiter der Lokalredaktion Kassel

Kassel. Nachdem die Eissporthalle heute für mehrere Stunden wegen Sicherheitsmängeln gesperrt war, stellt sich erneut die Frage, was aus dem maroden Gebäude wird. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Ob Fans der Huskies, Freunde der Volksmusik, Pferde-Enthusiasten, Holiday on Ice-Liebhaber oder Besucher des Fußballturniers - sie alle waren in der Kasseler Eishalle und mussten womöglich um ihr Leben fürchten. Der Skandal am Freitag offenbart, dass sich die Halle seit langem am Rande des Totalschadens befindet, bautechnisch eigentlich Schrott ist und nur durch dauernde Prüfungen und Kompromisse am Leben gehalten wird.

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Der traurige Verdacht liegt nahe, dass Eigentümer oder Mieter sich offensichtlich eher um die Einnahmen der zahlenden Gäste als um die Sicherheit ihrer Besucher kümmern. Was, wenn es in der Halle einen Defekt gegeben hätte und Tausende in vollkommener Dunkelheit ausgeliefert worden wären? Panik, Verletzte, vielleicht Tote wären die Folge gewesen.

Was tun? Die Bruchbude abreißen. Auch wenn Kassel damit zunächst seine Spielstätte verlieren sollte - eine neue Arena und mit ihr ein seriöser Finanzier müssen her. Der müsste doch in einer Sport-Region, die wirtschaftlich prosperiert, zu finden sein.

E-Mail an den Autor: tho@hna.de

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