Blinklicht für Fußgänger?

Gefährliche Kreuzung: Ludwig-Mond-Straßen-Anwohner fordern mehr Sicherheit

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Fordern wieder eine Zweispurigkeit auf der Ludwig-Mond-Straße: Sia Sobat (links) und Michael Velte haben bereits zahlreiche Unfälle und Beinah-Unfälle an der Kreuzung in Wehlheiden beobachtet. Zudem schlagen sie vor, dass ein Blinklicht an dem Zebrastreifen angebracht wird, um die Fußgänger zu schützen.

Wehlheiden. „Hier bremsen und quietschen Autos den ganzen Tag“, sagt Michael Velte, Mitarbeiter des Autoteilehandels ATU an der Ludwig-Mond-Straße/Ecke Sternbergstraße. „Zudem knallt es ständig. Bei den meisten Unfällen wird die Polizei aber gar nicht gerufen, weil es sich um Bagatellschäden handelt.“

Am vergangenen Donnerstag hat Velte allerdings einen Unfall beobachtet, bei dem ein 13-jähriger Junge verletzt worden ist. Der Schüler wollte gegen 16.35 Uhr auf dem Zebrastreifen die Straße überqueren. Ein Autofahrer, der Richtung Auestadion unterwegs war, übersah den Jungen und erfasste ihn mit seinem Wagen. Der 13-Jährige wurde mit Kopfverletzungen in das Klinikum gebracht.

Autohändler Sia Sobat, der sein Geschäft an der Sternbergstraße betreibt, hat Fotos von dem demolierten Wagen gemacht, der den Jungen angefahren hat. „Diese Kreuzung ist eine Unverschämtheit. Was muss noch passieren?“

Der Unfall mit dem 13-Jährigen hat ihn richtig wütend gemacht. Sobat und Velte vertreten die Ansicht, dass sich die Lage an der Kreuzung für Fußgänger verschlimmert hat, seitdem der Übergang von der Ludwig-Mond-Straße zur Schönfelder Straße nur noch einspurig ist. Sobat berichtet, dass er schon oft beobachtet hat, wie Fußgänger auf den Bürgersteig zurückgesprungen sind, um nicht von einem Auto auf dem Zebrastreifen angefahren zu werden. Zudem würden regelmäßig die rot-weißen Baken umgefahren.

Polizei für Einspurigkeit

Während Polizei und Stadt bereits mehrmals die Einspurigkeit am Überweg verteidigt haben, fordern die beiden Männer, dass hier wieder zwei Fahrstreifen zur Verfügung gestellt werden, um das Abbiegen zu erleichtern. So könnten auch die Staus im Berufsverkehr weniger werden.

So schlägt Sobat vor, dass dort, wo jetzt die Baken stehen, eine Rechtsabbiegerspur für die Fahrer eingerichtet wird, die von der Sternbergstraße auf die Ludwig-Mond-Straße abbiegen möchten. Die Fahrbahnen (geradeaus und Rechtsabbieger) müssten auf den ersten Metern mit Plastikteilen auf der Fahrbahn abgegrenzt werden. Das würde Staus auf der Sternbergstraße verhindern und die Autofahrer, die an dieser Kreuzung mitunter sehr genervt seien, könnten sich wieder mehr auf die Fußgänger konzentrieren.

Schlechte Beleuchtung

Zu deren Sicherheit müsste zudem ein Licht, das permanent blinkt, an den Zebrastreifen angebracht werden. „Durch die schlechte Beleuchtung werden viele Fußgänger hier zu spät gesehen“, sagt Velte. Diese Lösung sei kostengünstig, aber effektiv, sagen die Männer. Auf der Ludwig-Mond-Straße soll wieder die Linksabbiegerspur zur Sternbergstraße aktiviert werden.

Geld für den Umbau der Kreuzung mit einer Ampelanlage hat die Stadt derzeit nicht.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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