Chemiekalien ausgetreten

Nach dem Gefahrgutunfall: Polizei beschlagnahmt Bahnwaggon

Kassel. Nachdem am Donnerstag aus einem Containerwagen eines Güterzugs, der durch Kassel unterwegs war, eine unbekannte chemische Flüssigkeit ausgetreten ist, hat die Bundespolizei Ermittlungen wegen eines möglichen Umweltdelikts eingeleitet.

Zudem prüfe man, ob gegen die Beförderungsbestimmungen verstoßen wurde, sagte Bundespolizeisprecher Klaus Arend.

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Um welche Substanz es sich bei der ausgetretenen Flüssigkeit handelte, steht noch nicht fest. In dem Container, der einer Firma aus Baden-Württemberg gehört und aus Süden in Richtung Dänemark unterwegs war, befand sich zur Entsorgung bestimmte Erde. Sie war getränkt mit Flüssigkeit. Dass es sich dabei um Chemikalien handelte, stehe fest, sagte der Bundespolizeisprecher. Die Ladung sei aber nicht ordentlich gekennzeichnet gewesen, daher wisse man noch nicht, welche Substanzen genau es waren.

Der Waggon ist jetzt beschlagnahmt und im Rangierbahnhof abgestellt worden. Proben der chemisch verunreinigen Erde würden nun zur Untersuchung in ein Labor geschickt.

Der Güterzug war am Donnerstag gegen 16.15 Uhr in Höhe des Gleisdreiecks an der Angersbachstraße gestoppt worden. Aus Sicherheitsgründen hatte die Bundespolizei die beiden benachbaren Fernverkehrsgleise der Deutschen Bahn für zwei Stunden gesperrt. Die Züge auf der Strecke Kassel-Fulda mussten umgleitet werden. Dadurch verspäteten sich 50 Züge um durchschnittlich 30 Minuten. (rud)

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